Archiv
Japanische Betreiberfirma JCO zahlt Schadenersatz nach Atomunfall

dpa TOKIO. Die japanische Betreiberfirma JCO will nach dem bislang größten Atomunfall Japans in ihrer Uranverarbeitungsfabrik in Tokaimura umgerechnet 262 Mill. DM Schadenersatz zahlen und damit Ansprüche in 7 025 Fällen befriedigen. Das gab das Unternehmen am Montag in Tokio bekannt. Landwirte, Fischer und andere Wirtschaftszweige hatten als Folge der radioaktiven Belastung im Umkreis der Fabrik unter erheblichen Absatzeinbußen geklagt.

Bei dem Unfall in dieser Anlage in der Präfektur Ibaraki 120 Kilometer nordöstlich von Tokio waren am 30. September vergangenen Jahres zwei JCO-Arbeiter gestorben und Hunderte von Menschen einer radioaktiven Strahlung ausgesetzt. Drei JCO-Arbeiter hatten am Unfalltag 16 Kilogramm Uran, deutlich mehr als die Höchstmenge von 2,4 Kilogramm, in einen Tank gefüllt und dabei zudem einen Arbeitsschritt ausgelassen. Es kam zu einer unkontrollierten Kettenreaktion. Im Zuge der Ermittlungen waren eklatante Versäumnisse der staatlichen Atomaufsicht ans Tageslicht gekommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%