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Japanische Industrieproduktion im April weiter rückläufig

Die japanische Industrieproduktion ist im April vor dem Hintergrund einer schwachen Auslandsnachfrage weiter gefallen.

vwd TOKIO. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Dienstag berichtet, lag die Produktion saisonbereinigt und gegenüber dem Vormonat um 1,7 (März: minus 2,1) Prozent niedriger. Damit fiel der Produktionsindex auf seien Ausgangswert von 100,0 aus dem Basisjahr 1995.

Analysten hatten mit einem monatlichen Minus von lediglich einem Prozent gerechnet. Gegenüber dem Vorjahresmonat gab es ein nicht saisonbereinigten Rückgang der Industrieproduktion um 3,9 (minus 2,9) Prozent, der Index fiel auf 97,4.

Die Auslieferungen fielen gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent. Die Lagerbestände stiegen dagegen um 2,1 Prozent im Monats- und um 4,7 Prozent im Jahresvergleich. Für die Index der Auslieferungen wurden Werte von 101,0 bzw 97,0 angegeben, der Index der Lagerbestände belief sich auf 100,2 bzw 97,7.

Nachdem die Industrieproduktion bis Ende vergangenen Jahres die treibende Kraft hinter der japanischen Wirtschaftsentwicklung war, drücke nun vor allem die globale Konjunkturabschwächung auf diesen Bereich der japanischen Volkswirtschaft, hieß es. Besonders starke Einbußen verzeichnete dabei im April die Produktion von elektronischen Geräten, die um 6,1 Prozent gegenüber März fiel. Betroffen von dieser Entwicklung war vor allem die Herstellung von Mobilfunkgeräten und Personal Computern. Die Produktion im Sektor Automobile und Transport verzeichnete dagegen einen Anstieg um 4,8 Prozent auf Monatssicht.

Der kurzfristige Ausblick des METI für die Industrieproduktion bleibt gedrückt. Auf Basis bisheriger Umfragen rechnet das Ministerium zwar im Mai mit einem Produktionszuwachs von 0,3 Prozent, für den Juni wird aber bereits wieder ein Rückgang von 0,8 Prozent erwartet. Wirtschaftsminister Heizo Takenaka bezeichnete die schwache Datenlage als wenig überraschend. Die derzeitige Entwicklung befinde sich im Einklang mit der Einschätzung der Regierung. Diese hatte im Mai-Wirtschaftsbericht zum vierten Mal in Folge ihre Beurteilung der Wirtschaftslage heruntergestuft.

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