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Japanische Regierungspartei verhindert Niederlage Moris

Die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) hat am Montag in letzter Minute eine Niederlage von Ministerpräsident Yoshiro Mori in einer Misstrauensabstimmung verhindert.

ap TOKIO. Die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) hat am Montag in letzter Minute eine Niederlage von Ministerpräsident Yoshiro Mori in einer Misstrauensabstimmung verhindert. Der Antrag war von der Opposition eingebracht worden, die dabei zunächst auch noch auf Unterstützung aus den Reihen von Moris LDP zählen konnte. Der Sprecher der mit Mori unzufriedenen LDP-Politiker, Koichi Kato, erklärte dann aber, er werde mit seinen Anhängern der Sitzung fernbleiben. Die Parteiführung hatte zuvor allen Partei-Dissidenten mit dem Rauswurf gedroht.

Kato sprach von einem "ehrenhaften Rückzug". Die Mehrheit gegen Mori sei nicht sicher gewesen. Auch habe er sich Sorgen um seine jüngeren Anhänger gemacht, die aus der LDP hinaus geworfen worden wären. Kato hatte in der vergangenen Woche erklärt, er werde sich der Opposition bei einer Abstimmung über Mori anschließen. Dieser habe sich als unwürdig verwiesen, Japan zu vertreten. Eine knappe Mehrheit in der japanischen Bevölkerung hätte diesen Schritt auch unterstützt, wie aus Umfragen hervorging. Die Zustimmung zu Mori ist inzwischen in Japan unter 20 % gefallen.

Mori machte sich unter anderem mit einer Bemerkung über ein "göttliches Japan" unbeliebt, durch die sich viele an den Militarismus vor dem Zweiten Weltkrieg erinnert fühlten. Als mögliche Nachfolger wurden in den Medien bereits unter anderem Außenminister Yohei Kono und der frühere Gesundheitsminister Junichiro Koizumi gehandelt.



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