Japanische Währung verliert an Boden
US-Konjunkturdaten bringen Dollar unter Druck

Die US-Zahlen zum Verbrauchervertrauen fielen schlechter aus als erwartet und brachten den Dollar unter Druck.

Bloomberg FRANKFURT/M. Euro, Pfund und Franken haben nach anfänglichen Kursverlusten am Freitagnachmittag wieder etwas Boden gewonnen. Die US-Zahlen zum Verbrauchervertrauen fielen schlechter aus als erwartet und brachten den Dollar unter Druck. Der Index der Universität Michigan für Februar rutschte von 93 auf 90,8. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 93,8 gerechnet. Der Rückgang der US-Industrieproduktion verlangsamte sich im Januar indessen wie erwartet. Die Produktion fiel um 0,1 %, nachdem sie im Dezember um 0,3 % zurückgegangen war. Der Euro notierte etwas schwächer bei 87,31 US-Cent je Euro nach 87,37 Cent am Donnerstag.

Belastet wurde der Euro zuvor durch schwache Produktionszahlen aus Frankreich. Im Dezember fiel die Industrieproduktion um 0,9 % niedriger aus als im November. Damit ist die Produktion zum dritten Mal in vier Monaten zurückgegangen. Volkswirte hatten nur ein Minus von 0,2 erwartet. Der dritte Rückgang in vier Monaten deutet darauf hin, dass sich die französische Wirtschaft nur langsam von der Rezession erholt.

Optimismus für das Vereinigte Königreich

Das britische Pfund legte gegenüber dem Dollar zu. Hier machten sich die guten Konjunkturaussichten für das Vereinigte Königreich bemerkbar. Ein Pfund kostete 1,4323 Dollar nach 1,4310 Dollar am Donnerstag. Gegenüber dem Euro legte das Pound Sterling von 61,07 Pence je Euro auf 60,97 Pence zu. Der Schweizer Franken notierte am kaum verändert gegenüber dem Dollar, nachdem er zunächst ins Minus gerutscht war. Die eidgenössische Währung wurde zu 1,6976 Franken je Dollar gehandelt, verglichen mit 1,6981 Franken am Vortag. Gegenüber dem Euro stieg der Franken von 1,4840 Franken je Euro auf 1,4827 Franken.

Abwärts ging es beim Yen, nachdem Hakuo Yanagisawa, der japanische Minister für Finanzdienstleistungen, den Optimismus dämpfte, dass die Regierung für eine schnellere Bereinigung der notleidenden Kredite der Banken sorgen werde. Die Regierung werde vor dem Ende des Geschäftsjahres im März den Banken kein Geld "aufzwingen", erklärte Yanagisawa. Seit Wochenanfang hatte Zuversicht, dass die japanische Regierung neue Maßnahmen zur Beseitigung der faulen Kredite ergreifen werde, den Kurs des Yen beflügelt. Der Yen fiel von 132,12 Yen je Dollar auf 132,88 Yen je Dollar. Ein Bericht, demzufolge die Zahl der Insolvenzen in Japan im Januar 10,6 % höher als ein Jahr zuvor lag, beschleunigte den Kursverfall des Yen. 1543 Unternehmen mussten im Januar Konkurs anmelden, berichtete Tokyo Gegenüber dem Euro wurde der Yen zu 116,08 Yen je Euro gehandelt nach 115,61 Yen am Vortag.

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