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Japans Wirtschaft ist gesund wie seit Jahren nicht mehr - Henderson

Trotz des schwächer als erwartet ausgefallenen Wachstums im letzten Quartal bleibt die japanische Wirtschaft nach Einschätzung des Fondsmanagers Jeremy Hall von Henderson Global Investors auf Erholungskurs. "Man sollte nicht zu viel in die aktuellen Quartalszahlen zum Bruttoinlandsprodukt hinein interpretieren - die Daten sind schwankungsanfällig", schrieb der Manager des "Henderson Horizon Japanese Equity Fund" in einer Studie am Montag.

dpa-afx LONDON. Trotz des schwächer als erwartet ausgefallenen Wachstums im letzten Quartal bleibt die japanische Wirtschaft nach Einschätzung des Fondsmanagers Jeremy Hall von Henderson Global Investors auf Erholungskurs. "Man sollte nicht zu viel in die aktuellen Quartalszahlen zum Bruttoinlandsprodukt hinein interpretieren - die Daten sind schwankungsanfällig", schrieb der Manager des "Henderson Horizon Japanese Equity Fund" in einer Studie am Montag.

"Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im Gesamtjahr 2004 um 4,7 % wachsen - das ist ein kräftiger Zuwachs", urteilte Hall. Zwar sei im zweiten Halbjahr 2004 eine Abschwächung zu erwarten. "In dieser Phase des Zyklus ist ein Rückgang der Dynamik aber unvermeidlich, das darf man nicht mit einer Rezession verwechseln", sagte der Experte.

Das Wachstum werde positiv bleiben, nicht zuletzt, weil sich die strukturelle Lage der Wirtschaft deutlich gebessert habe, auch in Bezug auf die faulen Kredite. "Die Wirtschaft befindet sich in ihrem gesündesten Zustand seit über einer Dekade", sagte Hall. Im ersten Quartal hätten die Unternehmen eine hohe Rentabilität erzielt. Zudem sei der Aktienmarkt derzeit recht niedrig bewertet, das abgeschwächte Wachstum sei bereits größtenteils in den Kursen berücksichtigt.

'Japans Wirtschaft IST Ölpreisrisiko Nicht Besonders Stark Ausgesetzt'

Falls der Ölpreis weiter steige und nachhaltig hoch bleibe, könnte er das Wachstum in Japan nach Einschätzung des Fondsmanagers dämpfen. "Doch Japans Wirtschaft ist dem Ölpreisrisiko nicht besonders stark ausgesetzt, wird doch deutlich weniger Öl in der Produktion eingesetzt als noch vor zehn Jahren", sagte der Experte.

Zwar könne der steigende Ölpreis das globale Wachstum belasten, und auf diese Weise könnte auch die Nachfrage nach japanischen Exporten zurückgehen. Dabei sei jedoch zu bedenken, dass Japan in geringerem Maße als andere große Volkswirtschaften von der Weltwirtschaft abhänge.

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