"Jede Prognose wäre Spekulation"
Mobilcom: Analysten rätseln

Über den Ausgang der Aufsichtsratssitzung der Mobilcom am Freitag herrscht unter Analysten große Unsicherheit.

vwd/ap HAMBURG. Die Entscheidung über die Zukunft des Telekommunikationsunternehmens Mobilcom steht offenbar unmittelbar bevor: Am Freitag kommt der Aufsichtsrat an einem geheim gehaltenen Ort zusammen, wie ein Firmensprecher in Büdelsdorf mitteilte. Auf der Sitzung wird es voraussichtlich um die Zukunft von Firmengründer und Vorstandschef Gerhard Schmid gehen, der von Teilhaber France Telecom unter Druck gesetzt wird.

Jede Prognose wäre reine Spekulation, meinen die von der Nachrichtenagentur vwd befragten Experten übereinstimmend. "Das wäre so, als wenn man mit einer Schrotflinte in den Wald schießt und hofft, einen Hasen zu treffen", meint Werner Stäblein von der BHF Bank. Er selbst hat derzeit keine großen Erwartungen bezüglich der Ergebnisse der Sitzung.

Auch Klaus Baumann von SES Research "rechnet mit allem". Die Lage sei äußerst schwierig zu beurteilen, da von dem Unternehmen selbst keinerlei Informationen kommen. "Da steht man auf dem Schlauch", meint er. Fest halte er aber an seiner Meinung, dass der vom Vorstandsvorsitzenden Gerhard Schmid geforderte Preis von 22 Euro je Aktie "überzogen" ist.

Hans Huff von der Bankgesellschaft Berlin gibt Schmid allerdings Recht, wenn dieser fordere, dass die France Telecom ihm seinen Aktienanteil von knapp 40 Prozent abkaufen müsse, bevor er sich aus seinem Amt verabschiedet. Sinn mache ein Rücktritt aber erst, wenn die Mehrheitsverhältnisse bei Mobilcom geklärt sind.

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