Jede zehnte Stelle fällt bis 2003 weg
Sparpläne bei Springer

Der bevorstehende Stellenabbau durch die Redaktions- und Verlagsfusion der Springer-Zeitungen "Die Welt" und "Berliner Morgenpost" ist nach Angaben des Verlages Teil der bereits angekündigten Personalreduzierung im gesamten Konzern.

Reuters HAMBURG. Der Stellenabbau durch die Zusammenlegung gehöre zu der bereits beschlossenen Streichung von 1400 Stellen bis 2003 und komme nicht zusätzlich hinzu, sagte eine Springer-Sprecherin am Freitag in Berlin. Die genaue Zahl der Stellen, die bei "Welt" und "Morgenpost" entfallen, stehe noch nicht fest. Nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) könnten 260 Mitarbeiter der beiden Zeitungen ihren Arbeitsplatz verlieren.

Springer bestätigte diesen Umfang des Stellenabbaus bei der "Welt" und der "Morgenpost" nicht. Die Zahl sei noch unklar, sagte eine Sprecherin. Der Prozess der Zusammenlegung beider Verlage und Redaktionen habe erst begonnen. Am Donnerstag hatte Springer von "erheblichen Personalanpassungen" gesprochen. Springer bemühe sich um sozialverträgliche Lösungen, sagte die Sprecherin am Freitag weiter. "Betriebsbedingte Kündigungen können aber nicht ausgeschlossen werden."

Der DJV hatte Springer aufgefordert, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Der DJV teilte weiter mit, vom Stellenabbau seien 20 % der derzeit mit der Produktion von "Welt" und "Morgenpost" Beschäftigten betroffen.

Springer hatte Anfang November angekündigt, nach einem Ergebniseinbruch durch die Anzeigenflaute und hohe Investitionen seinen strikten Sparkurs nun auch mit einem Personalabbau durchsetzen zu wollen. Nach damaligen Angaben sollte bis 2003 jede Zehnte von 14 000 Stellen konzernweit gestrichen werden. Springer hatte durch neue Projekte und Übernahmen seinen Personalstand allein im ersten Halbjahr um mehr als 1200 Mitarbeiter aufgestockt.

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