Jeden Tag neues zur Konjunktur
Ifo: Besserung des Weltwirtschaftsklimas in Sicht

Nach einer monatelangen Talfahrt sehen Konjunkturforscher erste Hoffnungsschimmer für das Weltwirtschaftsklima. Zwar sei der entsprechende Indikator im Juli zum fünften Mal in Folge von 87,7 Punkten im April auf 84,1 Punkte gesunken, teilte das ifo Institut für Wirtschaftsforschung in seinem Konjunkturtest International mit.

dpa-afx MÜNCHEN. Damit habe der Index für das Weltwirtschaftsklima seit April 2000 mehr als ein Viertels seines Wertes verloren. Der Rückgang sei zuletzt jedoch gebremst worden. Zudem deuteten die positiven Zukunftserwartungen der befragten Experten darauf hin, dass "der Indikator den unteren Wendepunkt noch im Laufe des zweiten Halbjahres 2001 erreichen wird".

Auch wenn sich das Weltwirtschaftsklima im Juli weiter verdüstert habe, sei man noch weit von den Tiefständen in früheren Abschwungphasen entfernt, betonten die Konjunkturexperten. Es spreche auch wenig dafür, dass der Indikator auf ein ähnlich tiefes Niveau wie beispielsweise 1998 im Zuge der Asienkrise fallen wird. Damals lag der Index bei 75,2 Punkten (1995 = 100 Punkte). Beim internationalen Konjunkturtest befragt das ifo Institut alle drei Monate Wirtschaftsexperten und Institute in aller Welt.

Die negativsten Urteile zur gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation kamen laut ifo in Westeuropa aus Deutschland und Portugal. Auch in den USA wurde die aktuelle wirtschaftliche Situation sehr skeptisch beurteilt. Dagegen verbesserten sich die Erwartungen für die nächsten Monate hier deutlich. Dies deute darauf hin, dass der konjunkturelle Tiefpunkt in den USA schon bald erreicht sein könnte. "Die USA würden damit als erstes Industrieland zu einer konjunkturellen Erholung ansetzen." In Asien dagegen seien noch keine Anzeichen für einen neuen Aufwärtstrend zu erkennen.

An der Inflationsfront gibt es nach Einschätzung des ifo Instituts noch keine Entwarnung. Im weltweiten Durchschnitt werde nach der jüngsten Erhebung für 2001 mit einem Anstieg der Konsumentenpreise um 3,8 % gerechnet. Für den Euro-Raum korrigierte das Institut auf Grund des jüngsten Konjunkturtests die Inflationsprognose von 2,5 auf 2,8 % nach oben. In den USA werde der Preisanstieg voraussichtlich bei 2,9 % liegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%