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„Jeder redet mit, jeder richtet mit“

Das Handelsblatt im Gesprächt mit Oliver Bierhoff über Veränderungen, Konfliktfähigkeit und seinen Job als Manager der Nationalelf.

Herr Bierhoff, wann waren Sie zuletzt so richtig wütend?

Bierhoff: Weiß ich gar nicht. Ich bin ja ein Mensch, der sich unter Kontrolle hat. Ich raste nicht aus. Es gibt aber immer mal wieder Sachen, über die man sich ärgert.

Wie sieht es denn aus, wenn Sie sich so richtig ärgern?

Bierhoff: Ich ärgere mich eher still, andere zeigen eben mehr Emotionen. Es ist in jedem Fall eine Charakterfrage. Ich bin sehr bodenständig, ruhig und gelassen.

Ist das ein Vorteil?

Bierhoff: Es ist von Vorteil, kühlen Kopf zu bewahren. Für mich selbst ist das gut, aber dafür brauche ich auch in mir eine positive Grundstimmung. Und für das Umfeld ist es auch besser, wenn da nicht einer ist, der immer gleich ausrastet. Aber jetzt fällt mir ein, über was ich mich zuletzt geärgert habe.

Nur zu...

Bierhoff: Über die Reaktionen in den Medien auf die amerikanischen Fitnesstrainer. Seit Jahren heißt es doch: Der deutsche Fußball igelt sich ein, man muss mal nach draußen schauen, es muss sich etwas verändern. Und dann macht man was und wird dafür kritisiert, als wäre das der Weltuntergang.

Mussten Sie nicht mit Kritik rechnen?

Bierhoff: Ich habe mit Kritik gerechnet, aber nicht bei solchen Selbstverständlichkeiten. Aber ich ärgere mich auch nicht länger darüber. Wir, Jürgen Klinsmann, Joachim Löw und ich, tun etwas, weil wir davon überzeugt sind. Der Rest ist nicht in unserer Hand.

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