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Jeder Tag kostet die Lufthansa viel Geld

Mit den erneuten Streichungen aller USA-Flüge am Freitag sind bei der Deutschen Lufthansa in dieser Woche bereits mehr als 100 transatlantische Verbindungen ausgefallen.

rtr FRANKFURT. "Im Moment ist es noch offen, wann wir wieder Flüge in die USA aufnehmen können", sagte eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt. "Wenn wir grünes Licht bekommen, sind wir aber kurzfristig in der Lage, zu fliegen." Die amerikanischen Behörden hatten den seit den Terroranschläge am Dienstag gesperrten US-Luftraum am Donnerstag nur für heimische Fluglinien wieder freigegeben. Am Freitag sollten von Deutschland aus die ersten Flugzeuge amerikanischer Gesellschaften, die seit der Sperrung des amerikanischen Luftraums fest sitzen, in Richtung USA abheben.

Die Lufthansa kündigte an, dass sie die beiden für Freitag nach Vancouver und Toronto in Kanada geplanten Flüge voraussichtlich absolvieren könne. Wie es weiter hieß, waren bis Freitagmorgen fünf der insgesamt elf in Kanada gestrandeten Lufthansa-Maschinen nach Deutschland zurückgekehrt. Die Flugzeuge hatten nach der Sperrung des amerikanischen Luftraums in Kanada landen müssen. Andere Maschinen waren zurückgekehrt.

Die Lufthansa schickte nach eigenen Angaben Betreuungsteams zum kanadischen Flughafen Gander, wo noch einige Hundert Passagiere - darunter auch Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) - fest sitzen. Vorstandsmitglied Stefan Lauer habe die Betreuer begleitet, hieß es.

Analysten schätzen die Erlösausfälle für die Lufthansa aus den Streichungen der Nordamerika-Flüge auf rund zehn Mill. Euro täglich. Nach Einschätzung der Branchenkenner wird die Linie ihre Gewinnziele für dieses Jahr wohl kaum mehr erreichen. Insgesamt rund 55 000 Passagiere waren bisher von den Streichungen betroffen. Der Aktienkurs der Lufthansa stürzte nach den Anschlägen in Amerika vorübergehend um rund 30 % und damit auf sein niedrigstes Niveau seit mehr als vier Jahren.

Am Freitag wollten die US-Fluglinien Delta Air Lines und United Airlines die ersten ihrer in Deutschland fest sitzenden Flugzeuge in die USA zurück bringen. Allein am Frankfurter Flughafen warten noch acht amerikanische Maschinen auf ihren Rückflug. Die Gesellschaften Continental und American Airlines konnten am Freitagmorgen auf Anfrage noch nicht mitteilen, wann sie ihre zusammengerechnet vier in Frankfurt stehenden Flugzeuge zurückführen können.

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