Jeder zweite will auf größere Anschaffungen verzichten
Deutschland: Umsätze im Einzelhandel weiter rückläufig

Deutschlands Finanzmarktexperten blicken pessimistischer in die Zukunft: Der ZEW-Indikator der Konjunkturerwartungen sank im Mai stärker als erwartet von 70,6 Punkten auf 66,3 Zähler.

DÜSSELDORF. Gleichzeitig hält die Konsumflaute in Deutschland an. Im März sind die Umsätze des Einzelhandels gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent gesunken, preisbereinigt sogar um 4,5 Prozent, ermittelte das Statistische Bundesamt. Damit ergibt sich für das erste Quartal ein Rückgang von nominal 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings gab es im März auch zwei Verkaufstage weniger als im Vorjahr. Besonders schlecht gingen die Geschäfte mit Nichtnahrungsmitteln; hier schrumpften die Einnahmen um 6,2 Prozent.

Mitverantwortlich für den Käuferstreik der Bundesbürger ist der Frust über Preiserhöhungen im Rahmen der Euro-Einführung. Eine Umfrage des Instituts Polis ergab, dass jeder zweite Bürger deshalb 2002 auf größere Anschaffungen verzichten will. Dass der Euro zumindest in einigen Bereichen zum "Teuro" mutierte, hat jetzt selbst Bundesbank-Vorstand Franz-Christoph Zeitler zugegeben.

Quelle: Wirtschaftswoche

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