Jedes Jahr werden etwa 100 Ausländer entführt
Kolumbianisches Militär befreit weiteren Deutschen

dpa BOGOTA. Eine Spezialeinheit des kolumbianischen Militärs hat am Sonntag (Ortszeit) einen weiteren Deutschen aus der Gewalt von Rebellen befreit. Erst am Samstagmorgen war die Deutsch-Kolumbianerin Katja Andrea Poveda zusammen mit ihrer Studiengruppe frei gekommen. Der Name des Mannes wurde von einem Militärsprecher mit Rudolf Sommerfeld angegeben. Der Deutsche sei zusammen mit dem bekannten kolumbianischen Journalisten Guillermo Cortes und drei weiteren Geiseln befreit worden.

Einer der Geiselnehmer von der Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) sei bei dem Kommandoeinsatz in der Landgemeinde Medina getötet worden. Präsident Andre Pastrana äußerte sich "zufrieden und befriedigt über den Einsatz der Armee". Das Land habe einen "Triumph über die Verbrecher davongetragen", wurde er zitiert. Die Entführung des Journalisten Cortes vor sieben Monaten hatte eine Welle des Protests ausgelöst.

In Kolumbien werden jedes Jahr etwa 2 500 Menschen entführt darunter auch etwa 100 Ausländer. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes vom Freitag befanden sich zwei Deutsche in den Händen kolumbianischer Entführer. Ein mit einer Kolumbianerin verheirateter Deutscher sei am 10. August 1999 von der Guerilla-Organisation FARC entführt worden. Zu dem anderen Fall gab es keine Angaben. Ob es sich bei dem Befreiten um einen der beiden handelte, war zunächst unbekannt.

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