Jelena Isinbajewa überflog 4,91 Meter
Olympisches Gold nach Weltrekord im Stabhochsprung

Jelena Isinbajewa hat ihre Führungsrolle unter den Stabhochspringerinnen eindrucksvoll bestätigt. Ihr gelang der erste Leichtathletik-Weltrekord der Olympischen Spiele.

HB ATHEN. Die 22 Jahre alte Russin aus Wolgograd steigerte am Dienstagabend ihre eigene Höchstmarke vom 30. Juli in London um einen Zentimeter auf 4,91 m und gewann das Duell der Höhenfliegerinnen gegen ihre Landsfrau Swetlana Feofanowa (4,75). Sie geht damit als zweite Olympiasiegerin in dieser Disziplin in die Geschichte ein. Beim Debüt vor vier Jahren in Sydney hatte Stacy Dragila (USA) gewonnen, die in Athen überraschend in der Qualifikation gescheitert war.

Das Russen-Duo, vor vier Jahren noch nicht im Geschäft, beherrscht inzwischen die Szene und befindet sich im Höhenrausch. Vor Athen sorgten beide für fünf Weltrekorde bis 4,90 m, von denen vier auf das Konto von Isinbajewa gingen. "Ich weiß, wenn ich mein Bestes gebe, dann bin ich Olympiasiegerin", hatte die Hallen-Weltmeisterin selbstbewusst prophezeit.

Feofanowa, die Europa- und Weltmeisterin, leistete harte Gegenwehr und lag bis 4,75 m im Vorteil. Nachdem beide im Gleichschritt bis 4,65 m alle Höhen im ersten Versuch genommen hatten, patzte Isinbajewa bei 4,70 m, lag plötzlich sogar nur an dritter Stelle hinter der Polin Anna Rogowska und steigerte sofort auf 4,75 m. Als Feofanowa diese Höhe im zweiten Versuch nahm und Isinbajewa wieder scheiterte, pokerte die Weltrekordlerin erneut und hob sich ihren letzten Versuch für 4,80 m auf. Diese Höhe und die anschließenden 4,85 m meisterte sie dann auf Anhieb, während Feofanowa nicht mehr kontern konnte. Anschließend gelang auch der Weltrekord im ersten Versuch.

Silke Spiegelburg - einziger Teenager im Feld - war als 13. mit 4,20 m überfordert. Die 18-jährige Schülerin aus Lengerich, die von ihrem Vater Ansgar trainiert wird, war aus einem deutschen Trio für den Endkampf übrig geblieben. Die deutsche Meisterin Carolin Hingst (Mainz) und Floe Kühnert (Leverkusen) enttäuschten und überstanden die Qualifikation nicht. Die Ausfälle der WM-Zweiten Annika Becker, die nach einem Trainingsunfall die Saison abgebrochen hatte, und der EM-Dritte Yvonne Buschbaum (Achillessehnenriss) konnten nicht kompensiert werden.

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