Jenaer Anwalt zog laut Bericht vor Gericht
Schadenersatzklage gegen Intershop

ap MÜNCHEN. Auf das von Verlusten und Kurseinbrüchen gebeutelte Softwareunternehmen Intershop kommen Berichten zufolge jetzt auch noch Schadenersatzforderungen zu. Wie "Euro am Sonntag" berichtete, reichte der Jenaer Anwalt Said Kuhlig vergangene Woche Klage gegen das Unternehmen vor dem Landgericht Hamburg ein. Der Anwalt, dem mit Intershop-Aktien Verluste entstanden seien, verlange Schadenersatz von 15 000 DM.

Dem Blatt zufolge wirft der Anwalt Intershopchef Stephan Schambach und Finanzvorstand Wilfried Beeck vor, die Anleger im Oktober mit zwei Ad-hoc-Mitteilungen über die positiven Aussichten für das vierte Quartal bewusst falsch informiert und damit gegen das Börsengesetz verstoßen zu haben.

Das Unternehmen hatte im Geschäftsjahr 2000 einen Nettoverlust von 39,3 Mill. Euro (76,86 Mill. DM) erwirtschaftet. Allein im vierten Quartal 2000 fiel ein Minus von 32,5 Mill. Euro an. Der Anwalt kündigte laut "Euro am Sonntag" an, sollten sich weitere Kläger finden, wolle er den Fall "bis zum Bundesgerichtshof durchklagen".

Intershop-Chef Schambach kündigte unterdessen in der "Berliner Zeitung" an, sein Unternehmen wolle im vierten Quartal 2001 die Gewinnzone erreichen. Er wies allerdings darauf hin, es werde stark darauf ankommen, "wie wir uns in den nächsten beiden Quartalen schlagen". Vor allem Produkterweiterungen sollten den Umsatz ankurbeln und den Marktanteil erhöhen.



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