Archiv
Jenoptik-Chef: Verlustsparte im kommenden Jahr wieder profitabel

Jenoptik-Vorstandschef Alexander von Witzleben drückt bei der Sanierung der Verlustsparte Gebäudetechnik auf Tempo. "Der Bereich mit einem Umsatz von mehr als einer halben Milliarde Euro und 1 800 Beschäftigten wird 2005 wieder profitabel", sagte er in einem dpa-Gespräch in Jena. Das klassische Geschäft mit Heizungs- und Klimatechnik, das 2002 durch Firmenkäufe erweitert worden war, belastet das Ergebnis des größten börsennotierten Technologiekonzerns in Ostdeutschland.

dpa-afx JENA. Jenoptik-Vorstandschef Alexander von Witzleben drückt bei der Sanierung der Verlustsparte Gebäudetechnik auf Tempo. "Der Bereich mit einem Umsatz von mehr als einer halben Milliarde Euro und 1 800 Beschäftigten wird 2005 wieder profitabel", sagte er in einem dpa-Gespräch in Jena. Das klassische Geschäft mit Heizungs- und Klimatechnik, das 2002 durch Firmenkäufe erweitert worden war, belastet das Ergebnis des größten börsennotierten Technologiekonzerns in Ostdeutschland.

Von Witzleben sprach von einer "harten Restrukturierung. Wir müssen uns Marktveränderungen anpassen, um im nächsten Jahr wieder gut dazustehen." Etwa 250 Stellen in den über das gesamte Bundesgebiet verstreuten Niederlassungen würden gestrichen. Die Mitarbeiterzahl sinke auf 1 600. Von der Gründung einer eigenständigen M+W Zander Gebäudetechnik Gmbh innerhalb des größten Jenoptik - Geschäftsbereiches Reinraumtechnik/Gebäudemanagement verspricht sich der 41-Jährige mehr Effizienz und Transparenz im nach wie vor schwierigen Deutschland-Geschäft. "Wir müssen die Eigenverantwortung des Managements bei der Auftragsannahme verbessern. Fehler haben dabei fatale Folgen." Von Witzleben ließ offen, ob mit der Gmbh- Gründung auch Voraussetzungen für einen möglichen späteren Verkauf des Gebäudetechnik-Geschäfts geschaffen werden sollen.

Das Tecdax-Unternehmen Jenoptik will nach dem schlechtesten Geschäftsjahr seit dem Börsengang 1998 und Kritik von Aktionären in diesem Jahr bei einem Umsatz von mehr als 2,0 Mrd. ? wieder einen Konzerngewinn ausweisen. Zum Halbjahr stand auch wegen Restrukturierungsaufwendungen und Kosten für eine Anleihe allerdings noch ein Konzernverlust von 19,3 Mill. ? in den Büchern.

Als abgeschlossen erklärte von Witzleben die Transaktionen am Kapitalmarkt, die ebenfalls für Irritationen gesorgt hatten. "Wir haben jetzt genug Geld. Weitere klassische Kapitalmaßnahmen sind ausgeschlossen." Der Konzern mit rund 10 000 Beschäftigten hatte sich mit einer Kapitalerhöhung und zwei Anleihen seit dem vergangenen Jahr rund 260 Mill. ? am Kapitalmarkt besorgt, um seine Bankverbindlichkeiten zu verringern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%