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Jenoptik erzielt im 3. Quartal schwarze Zahlen - Ausblick bestätigt

Der ostdeutsche Technologie-Konzern Jenoptik hat im dritten Quartal den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft und zugleich seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt.

dpa-afx JENA. Der ostdeutsche Technologie-Konzern Jenoptik hat im dritten Quartal den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft und zugleich seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der Überschuss habe 1,26 Mill. Euro betragen, nach einem Fehlbetrag von 18,75 Mill. Euro im Vorjahresquartal, teilte das im TecDax gelistete Unternehmen am Mittwoch in Jena mit. Damit lag der Gewinn über den Schätzungen von Analysten, die zuvor von einem Nettoergebnis zwischen plus 1,24 Mill. Euro und minus 3,7 Mill. Euro ausgegangen waren.

Für die ersten neun Monate sei aber erwartungsgemäß ein Fehlbetrag von 18 Mill. Euro angefallen, nach einem Minus von 38,82 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte Jenoptik weiter mit. In den ersten neun Monaten erhöhte sich der Auftragseingang von 1,477 Mrd. Euro auf 1,987 Mrd. Euro. Die Jenoptik-Aktien stiegen zu Handelsbeginn um 1,31 Prozent auf 8,50 Euro.

Prognose Bestätigt

Für das Gesamtjahr ist Jenoptik zuversichtlich, seine selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Wegen der erfolgreichen ersten neun Geschäftsmonate und der sehr guten Auftragslage halte der Konzern an seinen Zielen für das Gesamtjahr 2004 fest, betonte das größte börsennotierte ostdeutsche Unternehmen. Demnach soll der Konzernumsatz die Zwei-Mrd.-Euro-Marke "deutlich übersteigen". Das Betriebsergebnis (Ebit) soll zwischen 45 und 60 Mill. Euro liegen. Voraussetzung sei aber, dass alle Projekte, besonders im Unternehmensbereich Clean Systems, frist- und kalkulationsgerecht abgeschlossen würden.

Im abgelaufenen Quartal steigerte Jenoptik seinen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf 11,75 Mill. Euro, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein operativer Verlust von 13,38 Mill. Euro angefallen war. Der Umsatz im abgelaufenen Quartal stieg deutlich von 267,7 Mill. Euro auf 419,8 Mill. Euro, in den ersten neun Monaten kletterte er von 933 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,173 Mrd. Euro.

Die Analysten-Schätzungen für das dritte Quartal lagen im Vorfeld sehr weit auseinander. Prognosen für das dritte Quartal seien schwierig, da unklar ist, ob alle lang laufenden Projekte branchenüblich im vierten Quartal abgerechnet würden, hieß es von Seiten der Experten. So hatten die von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten sieben Analysten einen Quartalsumsatz zwischen 300 und 497 Mill. Euro und ein Ebit von 0,2 bis 9,3 Mill. Euro vorausgesagt.

Nettoverschuldung Gestiegen

Die Nettoverschuldung des Jenoptik-Konzerns lag Ende September bei 202,7 Mill. Euro (Ende Dezember 2003: 126,3 Mill. Euro). Ursache dafür sei im Wesentlichen die Minderheitsbeteiligung der Jenoptik-Tochter M+W Zander mit weiteren Systemlieferanten an der AMD-Chipfabrik "Fab 36" in Dresden im Zuge des Großauftrages, den die Jenoptik-Tochter im Herbst 2003 erhalten habe.

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