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Jenoptik-Tochter prüft Übernahme der angeschlagenen Caatoosee AG

Die Jenoptik-Tochtergesellschaft M+W Zander erwägt die Übernahme des verlustreichen IT-Dienstleisters Caatoosee AG .

dpa-afx STUTTGART/JENA. Die Jenoptik-Tochtergesellschaft M+W Zander erwägt die Übernahme des verlustreichen IT-Dienstleisters Caatoosee AG . Derzeit werde geprüft, das Informationstechnologie-Geschäft der zu M+W Zander gehörenden Teraport Gmbh im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung in die Caatoosee AG einzubringen, teilte M+W Zander am Dienstag in Stuttgart mit. Damit würde eine börsennotierte IT-Gesellschaft entstehen, an der M+W Zander nach vorläufiger Bewertung rund 70 Prozent der Aktien halten würde.

Die mögliche Verschmelzung mit Caatoosee gehöre zu der strategischen Neuausrichtung von M+W Zander, sagte eine Sprecherin von Jenoptik. Interessant sei dabei für M+W Zander vor allem das Asiengeschäft des Leonberger IT-Dienstleisters. Mit der indonesischen Caatoosee-Tochter Sigma, an der caatoosee zu 51 Prozent beteiligt ist, stünden M+W Zander zusätzliche Ressourcen für das IT-Geschäft in der Elektronikbranche in Asien zur Verfügung. Zudem verwies die Sprecherin, dass der Umsatz von Caatoosee im Geschäftsjahr 2004 zu großen Teilen von der indonesischen Sigma-Gruppe stamme.

Neuausrichtung VON M+W Zander

Erst im September hatte Jenoptik die Neuausrichtung von M+W Zander bekannt gegeben. Unter anderem werden die weltweiten Aktivitäten der Tochter im Bereich des Facility Engineering für Kunden der Elektroindustrie in einer eigenen Sparte mit Hauptsitz in Singapur gebündelt.

Die Einbringung der Teraport Gmbh solle unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung der Caatoosee AG sowie des Aufsichtsrates der M+W Zander Holding AG stehen, hieß es weiter. Weitere Voraussetzungen seien die Freigabe durch das Bundeskartellamt sowie die Befreiung von der Verpflichtung zur Abgabe eines Pflichtangebots durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die im TecDax notierte Jenoptik-Aktie gab 1,35 Prozent auf 7,30 Euro nach.

Caatoosee Büsst DIE Hälfte DES Grundkapitals EIN

Nach jahrelangen Verlusten hat Caatoosee eigenen Angaben zufolge per Ende März die Hälfte seines Grundkapitals eingebüßt und muss deshalb eine Hauptversammlung einberufen. Das Eigenkapital sei auf 2,0 (Vorjahr: 28,3) Mill. Euro geschrumpft. Im Geschäftsjahr 2003/04 (zum 31. März) verbuchte Caatoosee einen Verlust von 24,8 Mill. Euro nach einem Minus von 26,7 Mill. Euro im Geschäftsjahr 2002/03. Dabei schlugen 13,7 Mill. Euro an Firmenwertabschreibungen zu Buche. Das operative Ergebnis war mit minus 23,9 (Vorjahr: minus 22,8) Mill. Euro negativ. Der Umsatz brach zugleich von 40,2 Mill. auf 25,8 Mill. Euro ein. Caatoosee beschäftigt 459 Mitarbeiter.

Die IT-Aktivitäten von M+W Zander sind seit 2002 in der Teraport Gmbh mit Hauptsitz in Stuttgart gebündelt. Dieses IT-Geschäft ist nach Unternehmensangaben stark von den Anforderungen der Elektronikindustrie geprägt. Teraport beschäftigt mehr als 80 Mitarbeiter und erzielte 2003 ein positives Ergebnis bei einem Umsatz von 22 Mill. Euro.

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