Jesse Jackson forderte Gore zum Durchhalten auf
Amerikaner warten auf Erklärung von Al Gore

Nach dem wahrscheinlich entscheidenden Urteil des Obersten Gerichts der USA im Präsidentenstreit zu Gunsten von George W. Bush warteten die Amerikaner am Mittwoch auf eine offizielle Reaktion von Vizepräsident Al Gore.

dpa-afx WASHINGTON. Es wurde allgemein vermutet, dass Gore seine Niederlage eingestehen werde und sich Bush zum Sieger erklärt.

Allerdings warnten führende Demokraten am Vormittag (Ortszeit) vor voreiligen Schlüssen. Der Vorsitzende des Demokratischen Nationalen Komitees (DNC), Joe Andrew, erklärte im Fernsehsender, die Entscheidung liege ganz allein bei Gore. Er wiederholte, die Demokraten wollten, dass jede Stimme zähle. Der schwarze Bürgerrechtler Jesse Jackson forderte Gore zum Durchhalten auf.

In einer Stellungnahme des Wahlkampfteams von Gore in der Nacht war von einer Aufgabe noch keine Rede. Es hieß lediglich, dass das komplexe Urteil nun sorgfältig gelesen und geprüft werde. Zu einer "angemessenen Zeit", die am Mittwoch festgelegt werde, wollten sich Gore und sein Vizekandidat Joseph Lieberman dann äußern.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte in der Nacht zum Mittwoch Handauszählungen von Stimmen in Florida abgelehnt und Gore damit einen vernichtenden Schlag zugefügt. Das Bush-Lager reagierte allerdings zunächst zurückhaltend. Der texanische Gouverneur sei über das Urteil sehr erfreut, sagte sein leitender Wahlbeobachter James Baker lediglich.

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