Jim-Henson-Gruppe
EM.TV will die Muppets zum Verkauf stellen

Ein Jahr nach Übernahme der Jim-Henson-Gruppe beabsichtigt EM.TV, das in Los Angeles ansässige Unternehmen wieder zu verkaufen. Wie aus EM.TV-Kreisen zu erfahren war, ist der Vorstand nun auf der Suche nach einer Investmentbank, die sich um den Verkauf kümmern soll.

sia FRANKFURT. Ein Jahr nach Übernahme der Jim-Henson-Gruppe beabsichtigt EM.TV, das in Los Angeles ansässige Unternehmen wieder zu verkaufen. Wie aus EM.TV-Kreisen zu erfahren war, ist der Vorstand nun auf der Suche nach einer Investmentbank, die sich um den Verkauf kümmern soll. In der engeren Auswahl steht offenbar die New Yorker "Boutique"-Bank Allen & Co.. Dieses Haus hatte im Februar 2000 den Verkauf von Henson der Firma des Muppet-Erfinders Jim Henson an EM.TV eingefädelt. "Wir stehen zwar erst am Anfang. Doch der Verkauf ist nur noch eine Frage der Zeit", sagte ein Beteiligter. Der Verkauf der Henson-Gruppe ist den Informationen nach in dem Sanierungsplan für EM.TV vorgesehen, der im Februar mit der Kirch-Gruppe aufgestellt hatte.

Walt Disney Co. und die Viacom-Tochter Nickelodeon sollen bereits Interesse an den Muppets gezeigt. Allerdings hätten beide bereits deutlich gemacht, dass sie nicht bereits sein werden, den Preis von 680 Mill. $ zu zahlen, den EM.TV vor einem Jahr für Henson gezahlt hatte. Im vergangenen Dezember habe Disney gegenüber EM.TV angedeutet, gegebenenfalls 200 bis 250 Mill. $ zahlen zu wollen.

EM.TV Aktie seit der Akquisition um 95 % gefallen

Mit dem Verkauf würde EM.TV ein Kapitel schließen, dass für die Familie von Jim Henson sehr enttäuschend verlaufen ist. Hensons Frau und fünf Kinder hatten mit dem Verkauf von Hensons Erbe an EM.TV erhofft, dass die Münchener die Muppet-Programme mit neuen Investitionen neu beleben würden. Doch bereits einen Monat nach der Muppet-Übernahme sah es bei EM.TV nicht mehr nach großen Investitionen aus: Zum einen war mit der Übernahme von 50 % der Formel-Eins-Betreibergesellschaft eine weitere Akquisition zu schultern. Zum zweiten zeichnete sich ab, dass EM.TV die eigenen Einnahmen überschätzt hatte. Seit dem ist die EM.TV-Aktie um 95 % gefallen. Enttäuschend für die Henson-Familie zudem, dass sie sich die Hälfte des Kaufpreises in 9 Millionen EM.TV-Aktien begleichen ließen, die seit dem um 95 % gefallen sind.

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