Jiri Balvin soll vorerst die Geschicke führen
Neuer Interimsdirektor für das tschechische Fernsehen gewählt

ap PRAG. Sieben Wochen nach Beginn des Prager Fernsehstreits hat das tschechische Parlament einen neuen Interimsdirektor für den staatlichen Sender gewählt. 102 der 200 Abgeordneten stimmten am Freitag für den 47-jährigen Jiri Balvin. Der frühere Leiter des Kulturprogramms soll die Geschicke des Senders leiten, bis das Parlament einen neuen Fernsehrat berufen hat, dessen 15 Mitglieder über den künftigen Generaldirektor entscheiden werden.

"Ich hoffe, dass dieser Schritt die absurde Situation beim Fernsehen beenden und dass das Wort 'Streik' vom Bildschirm verschwinden wird", sagte der ehemalige Ministerpräsident Vaclav Klaus. Der Arbeitskampf der CT-Nachrichtenredaktion begann unmittelbar nach der Ernennung von Jiri Hodac zum Generaldirektor des Fernsehsenders am 20. Dezember. Die Redakteure warfen ihm politische Voreingenommenheit zu Gunsten von Klaus und dessen Demokratischer Bürgerpartei vor. Hodac trat zwar am 11. Januar zurück, die von ihm eingesetzte Führungsmannschaft blieb jedoch entgegen der Forderung der Streikenden im Amt. Dazu gehörte auch die bisherige Interimsdirektorin Vera Valterova.

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