Joachim Erwin, 54, ist Oberbürgermeister von Düsseldorf
Wie fühlt man sich eigentlich, Herr Erwin...

...wenn man als Oberbürgermeister eine Rabattkarte für Familien initiiert und plötzlich eine ganze Lawine von Unternehmen mitmacht?

...wenn man als Oberbürgermeister eine Rabattkarte für Familien initiiert und plötzlich eine ganze Lawine von Unternehmen mitmacht?

"Ich fühle mich ganz hervorragend. Die ursprüngliche Idee war, dass Familien bei den städtischen Museen oder Schwimmbädern, aber auch bei Unternehmen Rabatte oder andere Benefits bekommen - etwa bei LTU, Burger King, BMW Timmermanns und Bürofachhandel Hennig Cityfachmarkt Die Aktion - eine Art Payback-Karte für Familien - ist ein sensationeller Erfolg geworden, den ich nicht erwartet hatte: Ich hatte gehofft, dass langfristig jede vierte Familie die Familienkarte anfordert. Aber mit 23 000 Anträgen - also von jeder zweiten angeschriebenen Familie schon in den ersten drei Wochen - hatte ich nicht gerechnet.

Wie ich auf die Idee kam? Journalisten haben mich auf die Idee gebracht, als sie mich vor einem Jahr zum Thema Familienfreundlichkeit interviewten. Es gibt ähnliche Projekte in kleineren Städten, die sind aber nicht vergleichbar. Als Vater kenne ich die Probleme von Eltern. Schließlich sind wir kein besonders kinderfreundliches Land. Besonders überrascht hat mich aber, dass unsere Aktion zum Selbstläufer wurde. Plötzlich wollten sich etliche mittelständische Unternehmen anschließen mit Ideen vom kostenlosen Fahrradcheck vom Händler oder kostenlosen Kindertellern im Restaurant. Traditionsbäcker Hinkel kam direkt in seiner Bäckerkluft ins Rathaus: Er backt jetzt ein ermäßigtes Familienbrot.

Die Frage stellte Claudia Tödtmann.

* Die Stadt Düsseldorf erfand jetzt eine Karte, die Familien Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen sowie bei 168 Unternehmen einräumt.

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