Johnson & Johnson profitiert von starkem Medikamentenabsatz
Großes Geschäft mit den kleinen Pillen

Der US-Pharma- und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson hat im im ersten Quartal 2002 mehr verdient als ein Jahr zuvor. Dabei sei vor allem der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Blutarmut, Schizophrenie und Arthritis kräftig gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

reuters NEW YORK. Der Gewinn je Aktie kletterte den Angaben zufolge auf 59 Cent nach 50 Cent je Aktie im ersten Quartal 2001. Analysten hatten für den Hersteller des Schmerzmittels Tylenol und der Hautpflegemarke Neutrogena im Durchschnitt mit einem etwas niedrigeren Gewinn je Aktie von 58 Cent gerechnet.

Der Gewinn des in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey ansässigen Konzerns nahm um 18,2 Prozent auf 1,83 Milliarden Dollar (rund 2,01 Milliarden Euro) zu. Ferner gab Johnson & Johnson einen Umsatzanstieg von 11,3 Prozent auf 8,74 Milliarden Dollar bekannt.

Für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern im Wesentlichen die derzeitigen Prognosen der Analysten, die im Schnitt von einem 17-prozentigen Gewinnwachstum ausgehen. Dabei sollten die Analysten etwa einen Cent von ihren Prognosen für das zweite Quartal abziehen und umgekehrt für das dritte Quartal noch einen Cent hinzuaddieren, hieß es. Derzeit erwarten Branchenexperten für das zweite Quartal im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie von 59 Cent, für das das dritte Quartal werden 58 Cent prognostiziert. Bezogen auf das Gesamtjahr 2002 hieß es in einer Telefonkonferenz mit Analysten, könne der Konzern mit der Gewinnschätzungen von rund 2,23 Dollar je Aktie gut leben. Derzeit erwarten Wall-Street-Experten im Schnitt 2,22 Dollar.

"Ich bin insbesondere über die anhaltende Stärke unserer Pharmageschäfte und das breit gefächerte Wachstum der Sparte Medizinische Geräte und Diagnostika erfreut", erklärte Konzernchef Ralph Larsen zu den Quartalszahlen. Larsen soll noch in diesem Monat in den Ruhestand treten und seinen Posten an den derzeitigen Chef der Pharmasparte, William Weldon, abgeben.

Den Angaben zufolge kletterte im ersten Quartal der weltweite Pharmaumsatz des Konzerns im Vergleich zum Auftaktquartal 2001 operativ um 21,3 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Im Auslandsgeschäft legte der Pharmaumsatz lediglich um 12,6 Prozent zu. Belastend hätten sich hier Wechselkurseffekte ausgewirkt.

Die Umsätze mit allgemeinen Gesundheitsprodukten seien im ersten Quartal um 0,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar gestiegen, teilte J&J weiter mit. Darin enthalten sind auch die Umsätze mit der Hautpflegemarke Neutrogena sowie die Babypflegeartikel des Konzerns. Unter Einrechnung von Währungseinflüssen sei der weltweite Umsatz in der Sparte allerdings um 1,7 Prozent gesunken, hieß es. Der Umsatz mit medizinischen Geräten erhöhte sich um elf Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar.

Der breit aufgestellte Konzern stellt neben Arzneimitteln sowie Artikeln für die Körper- und Babypflege auch medizinische Geräte und Diagnostikprodukte her.

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