Joint Venture bei Werbung
Springer setzt auf T-Online

Der Axel Springer Verlag und T-Online wollen zum größten Online-Werbevermarkter in Europa aufsteigen. Interactive Media AG, Online-Tochter des Zeitungskonzerns, wird mit dem Internet-Provider ein Joint Venture gründen, wie das Handelsblatt aus Konzernkreisen erfuhr.

HB DÜSSELDORF. Mit dem Zusammenschluss reagieren beide Unternehmen auf den harten Wettbewerb. Erst in der vergangenen Woche kündigten die Verlage Burda und Milchstraße an, ihre Internettöchter Focus Digital und Tomorrow und damit auch ihre Onlinevermarktung zu verschmelzen.

Für Springer hat die neue Partnerschaft den Vorteil, als führender deutscher Onlinevermarkter künftig europaweit präsent zu sein. Die neue Firma wird außerdem alle Internet-Firmentöchter von T-Online und Springer vermarkten. Marktforscher erwarten trotz der Krise der Internetwirtschaft ein 70 %iges Wachstum für Onlinewerbung in Europa auf 1,16 Mrd. Euro.

Der designierte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner, derzeit zuständig für Zeitungen und Multimedia, baut seit Monaten das Internetgeschäft des größten europäischen Zeitungshauses um. Bereits im Frühjahr ging Springer mit T-Online für das Entertainment-Portal Bild.de eine Partnerschaft ein.

Wie Branchenkreise berichten, werde sich Interactive Media vom Teletext-Geschäft vollständig zurückziehen. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, dass der Kirch-Sender Sat 1 die Verträge mit der 100 %igen Springer-Tochter kündigen werde. Interactive Media produziert seit Jahren Videotexte für Sender wie Viva, Eurosport oder TM 3. Die Interactive-Media-Geschäftsfelder Produktion und Vertrieb von Online-Inhalten wird künftig eine noch zu gründende Firma übernehmen.

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