Joint Venture im Speicher-Bereich
Infineon und Toshiba schmieden Kooperation

Die mögliche Kooperation von Infineon und Toshiba im verlustreichen Speichergeschäft rückt näher. Eine prinzipielle Einigung sei noch in diesem Jahr möglich, sagte Infineon-Chef Ulrich Schumacher am Dienstagabend in Dresden.

dpa-afx DRESDEN/MÜNCHEN. Infineon habe gemeinsam mit dem Management der Halbleiter-Sparte von Toshiba ein Modell für eine Zusammenarbeit entwickelt. Dieses müsse nun mit den zuständigen Gremien diskutiert werden. Unmittelbar stehe eine Einigung aber noch nicht bevor.

Er habe dem Infineon-Aufsichtsrat bereits das Konzept in groben Zügen dargelegt, sagte Schumacher am Vorabend des Starts der Serienfertigung von 300-Millimeter-Halbleitern im neuen Werk in Dresden. Der Preisverfall bei Speicherchips ist eine der Hauptursachen der zuletzt hohen Verluste bei Infineon. Im Geschäftsjahr 2000/01 (30. September) erzielte das Unternehmen vor Steuern und Zinsen einen Verlust von einer Milliarde Euro.

Im Vorjahreszeitraum verzeichnete der Chiphersteller noch einen Gewinn von 1,67 Mrd. Euro. Auch in den ersten beiden Quartalen des laufenden Jahres können die anderen Infineon-Bereiche die Verluste im Speicherbereich laut einer früheren Prognose Schumachers nicht ausgleichen.

Laut Spekulationen in Branchenkreisen wollen Infineon und Toshiba ein Gemeinschaftsunternehmen für Speicherchips gründen. Die Mehrheit an dem Joint Venture hätte dem Vernehmen nach Infineon. Schumacher will den Informationen zufolge aber keinesfalls die Restrukturierungskosten von etwa 500 Mill. Euro bei Toshiba übernehmen. Dieser Punkt galt bisher als Knackpunkt bei den Verhandlungen, die bereits vor Monaten begonnen wurden.

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