Joint Venture in der Nahrungsmittelinustrie
Coca-Cola und Procter & Gamble gründen Joint Venture

Der US-Getränkehersteller Coca-Cola und der Konsumgüterproduzent Procter & Gamble versprechen sich vom Zusammenschluss erhebliche Kosteneinsparungen. Gemeinsam will man zum "Weltmarktführer bei innovativen Imbissprodukten und Getränken aufsteigen".

Reuters NEW YORK. Der US-Getränkehersteller Coca-Cola und der Konsumgüterproduzent Procter & Gamble wollen nach eigenen Angaben ein Gemeinschaftsunternehmen für Saft- und Imbissprodukte gründen.

Das noch nicht benannte Joint Venture werde sich auf die Herstellung und Vermarktung von Fruchtsäften und Snacks konzentrieren, teilten die Unternehmen am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit. Beide Unternehmen seien zu gleichen Teilen an dem neuen Unternehmen beteiligt, das den Angaben zufolge einen jährlichen Umsatz von über vier Milliarden Dollar erwirtschaften soll.

"Das Gemeinschaftsunternehmen wird all seine Ressourcen einsetzen, um zum Weltmarktführer bei innovativen Imbissprodukten und Getränken aufzusteigen," sagten die Konzernvorstände in einer Erklärung. Das neue Unternehmen werde von Coca-Cola-Veteran Don Short geleitet und soll den Angaben zufolge rund 6 000 Mitarbeiter beschäftigen sowie über 15 Produktionsstätten verfügen.

Das Projekt führe unter anderem die Chips-Marke Pringles Chips und die Getränkemarke Sunny Delight von Procter & Gamble sowie die Saftmarken Minute Maid, Five-Alive und Hi-C von Coca-Cola zusammen.

Genehmigung steht noch aus

Die Boards beider Konzerne hätten dem Vorhaben bereits zugestimmt. Nach Genehmigung durch die zuständigen Behörden werde das neue Unternehmen seine Tätigkeit aufnehmen, hieß es weiter.

Für Procter & Gamble verspricht das Vorhaben nach Expertenauffassung eine Stützung des Nahrungsmittel- und Getränkegeschäfts, das in den vergangenen Quartalen auf die Konzernzahlen gedrückt hatte.

Gewinnerwartungen schon nach zwei Jahren

Schon für das zweite Jahr der Geschäftstätigkeit rechnen beide US-Konzerne nach eigenen Angaben mit einem Gewinnbeitrag aus dem neuen Projekt. Bis zum Jahr 2005 sei mit jährlichen Kosteneinsparungen von bis zu 200 Millionen Dollar vor Steuern jährlich zu rechnen.

Die Ankündigung folgt der jüngsten Niederlage des Weltmarktführers Coca-Cola gegen seinen größten Rivalen Pepsi, der vor kurzem am Ende eines Bieterstreits den Zuschlag für die Übernahme des Getränkeherstellers South Beach Beverage Co. erhalten hatte. Auch der Sportgetränkehersteller Quaker Oats mit seiner Marke Getorade gelangte jüngst in den Besitz des weltweit zweitgrößten Getränkeherstellers.

Coca-Cola hatte am Dienstag zudem mitgeteilt, nach der Einsetzung eines neuen Management-Teams und der eingeleiteten Dezentralisierung der Geschäftsoperationen im vergangenen Jahr plane der Konzern 2001 den Getränkeabsatz um sechs bis sieben Prozent zu steigern. Zudem rechne Coca-Cola mit einem Gewinn je Aktie zwischen 1,67 und 1,8 Dollar.

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