Joint Venture mit Saifun Semiconductors: Infineon setzt auf Flash-Speicher

Joint Venture mit Saifun Semiconductors
Infineon setzt auf Flash-Speicher

Der Halbleiter-Hersteller Infineon Technologies will sein Geschäft mit so genannten Flash-Speicherchips deutlich ausbauen und gründet dazu ein Joint Venture mit der israelischen Saifun Semiconductors.

Reuters FRANKFURT. Ziel sei es, einmal der drittgrößte Anbieter von Flash-Speichern zu werden, erläuterte ein Sprecher des Konzerns am Donnerstag. Bisher produzierte Infineon Flash-Chips, die gespeicherte Informationen auch nach dem Ausschalten der Geräte erhalten und vor allem in Mobiltelefonen und Digitalkameras eingesetzt werden, nur als Bestandteil von Chipkarten. Nun steige Infineon auch in die Massenherstellung von Daten- und Programm-Flashchips als eigenständige Produkte ein. Die Volumenproduktion von ersten Daten-Flash-Chips soll bereits in der zweiten Jahreshälfte 2003 im Dresdner Werk anlaufen.

"Durch diesen Ausbau unserer Flash-Aktivitäten erschließen wir uns einen Wachstumsmarkt und erweitern gleichzeitig unser Angebot an Speicherlösungen deutlich", erklärte Peter Kücher, der das neue Joint Venture als CEO leitet. Infineon ist der weltweit drittgrößte Anbieter von so genannten DRAM-Speicherchips, die vor allem in Personal Computern zum Einsatz kommen. Der anhaltende Preisdruck bei diesen Produkten ist der Hauptgrund für die Verluste bei dem Münchener Konzern. Dem weltweiten Markt für Flashchips prognostizierten Marktforschungsunternehmen ein jährliches Wachstum von zehn Prozent, getrieben von der steigenden Nachfrage nach Digitalkameras und tragbaren Computern.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen Infineon Technologies Flash GmbH mit Sitz in Dresden gehe aus dem mit Saifun im Jahr 2001 gegründeten Joint Venture Ingentix hervor, hieß es weiter. Infineon werde statt 51 Prozent nun 70 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten. Am Standort Dresden würden 40 weitere Arbeitsplätze entstehen.

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