Journalisten in neues Hotel gebracht: Irak rechnet mit Angriff um 5 Uhr früh

Journalisten in neues Hotel gebracht
Irak rechnet mit Angriff um 5 Uhr früh

Der Irak rechnet mit einem Angriff durch die USA und England um 5 Uhr früh am Donnerstag (Orstzeit). Das berichtete der Korrespondent des unabhängigen russischen Radiosenders "Echo Moskwy" aus Bagdad unter Berufung auf das irakische Verteidigungsministerium.

mbr MOSKAU. "In der Stadt befinden sich Hunderte, mit Kalaschnikow-Maschinenpistolen bewaffnete Freiwillige, zumeist Angehörige von Saddams Baath-Partei", berichtete der Sender am Mittwochabend. Auch Pickup-Wagen mit auf der Ladefläche montierten Maschinengewehren führen durch die Straßen der irakischen Hauptstadt. Um die Metropole würden tiefe Gräben ausgehoben und mit Öl gefüllt. Wenn die US-Soldaten Bagdad erreichten, sollte das Öl entzündet werden. Vor vielen Häuser lägen Sandsäcke, Scheiben würden mit Klebeband gesichert, um beim erwarteten Bombenhagel nicht allzu sehr zu splittern.

Die Wechselstuben in der Stadt seien geschlossenen, es gebe keine Dollars mehr. Auch die Läden machten früh zu. Zuvor seien die Preise für Lebensmittel und Medikamente stark in die Höhe gegangen. Die Menschen seien nicht in Panik, aber lebten in großer Angst. Viele verkauften Wertsachen oder legten ihre Ersparnisse für Käufe einer Notreserve in Nahrungsmitteln an. Andere füllten Plastikflaschen mit Wasser - als Reserven für den in Kürze erwarteten Kriegsbeginn.

Die in Bagdad verbliebenen ausländischen Journalisten seien aus dem Hotel "Palästina" ins Hotel "al Mansour" verlegt worden, so der Hörfunksender in seiner Reportage aus Bagdad. Das Gästehaus liegt in der Nähe zum Regierungssitz und die Journalisten als lebende Schutzschilde sollten möglicherweise Massen-Bombardements in dem Gebiet verhindern.

Der russische Katastrophenschutzminister Sergej Schojgu rechnet mit 600 000 irakischen Flüchtlingen, die sich in den nächsten Tagen in den benachbarten Iran und nach Jordanien aufmachten.

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