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JP Morgan mit Verlust - Mehr Ersparnis durch Bank One-ÜbernahmeDPA-Datum: 2004-07-21 14:51:07

(dpa-AFX) NEW York - Die Großbank JP Morgan < JPM.NYS > < CMC.ETR > ist im zweiten Quartal wegen einer 2,3 Milliarden Dollar hohen Rückstellung für Prozessrisiken überraschend in die Verlustzone gerutscht. Gleichzeitig rechnet sie aber durch die Übernahme der Bank One in den kommenden drei Jahren mit 2,4 Milliarden Dollar mehr Ersparnissen als bisher angenommen. Außerdem kündigte JP-Morgan Chef William Harrison am Mittwoch in New York ein 6 Milliarden Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm an. Die im Dow Jones Industrial Average < Indu.IND > notierte Aktie legte vorbörslich stark zu.

(dpa-AFX) NEW York - Die Großbank JP Morgan < JPM.NYS > < CMC.ETR > ist im zweiten Quartal wegen einer 2,3 Milliarden Dollar hohen Rückstellung für Prozessrisiken überraschend in die Verlustzone gerutscht. Gleichzeitig rechnet sie aber durch die Übernahme der Bank One in den kommenden drei Jahren mit 2,4 Milliarden Dollar mehr Ersparnissen als bisher angenommen. Außerdem kündigte JP-Morgan Chef William Harrison am Mittwoch in New York ein 6 Milliarden Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm an. Die im Dow Jones Industrial Average < Indu.IND > notierte Aktie legte vorbörslich stark zu.

Der Verlust habe 548 Millionen oder 0,27 Dollar je Aktie betragen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,83 Milliarden Dollar (0,89 Dollar je Aktie) erzielt. Ohne die Erhöhung der Prozessreserve habe der Gewinn 1,81 Milliarden Dollar oder 0,85 Dollar je Aktie betragen. Die von First Call befragten Experten hatten hier im Durchschnitt mit einem Gewinn auf 0,83 Dollar je Aktie gerechnet. Die Summe der Erträge sei wegen geringerer Umsätze im Investmentbanking um fünf Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar gefallen.

Drei Milliarden Dollar Jährliches Sparpotenzial Durch Bank ONE-Übernahme

Die J.P. Morgan Chase hatte zum ersten Juli die Bank One für 57 Milliarden Dollar übernommen. Diese hatte im zweiten Quartal 1,1 Milliarden Dollar oder 99 Cent je Aktie verdient gegenüber 856 Millionen Dollar oder 75 Cent je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit. Die Übernahme erfolgte nach Ende des zweiten Quartals, weshalb beide Großbanken ihre Ergebnisse noch separat auswiesen.

Neben der 2,3 Milliarden Dollar hohen Reserveaufstockung wurde das Ergebnis im zweiten Quartal zusätzlich von 60 Millionen Dollar belastet, die auf die Fusion mit der Bank One < ONE.NYS > < BNW.ETR > zurückzuführen sind. Durch die Fusion mit Bank One rechnet die Bank jetzt mit einem höheren Sparpotenzial als bisher. Harrison erwartet der aktuellen Einschätzung zufolge jährlich 3 Milliarden Dollar in den kommenden drei Jahren nach zuvor 2,2 Milliarden Dollar.

Fusionskosten VON Vier Milliarden Dollar

Die Fusionskosten bezifferte die Bank auf 4,0 Milliarden Dollar, wovon eine Milliarde als zusätzlicher Unternehmenswert für die Bank One in die Bilanz einfließe. Die restlichen 3 Milliarden Dollar würden über die kommenden drei Jahren als Sonderbelastung verbucht. Damit solle ab dem dritten Quartal begonnen werden. Außerdem kündigte JP Morgan wegen der Bilanzumstellung für den weiteren Jahresverlauf zusätzliche fusionsbedingte Sonderkosten in Höhe von 1,5 bis 1,7 Milliarden Dollar vor Steuern an.

"Wir haben uns nach einer intensiven Prüfung für die Erhöhung der Reserven für anstehende Prozesse entschieden", sagte Harrison. Vergangene Woche hatte die Citigroup eine milliardenschwere Sonderbelastung im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten bekannt gegeben. Der Gewinn des weltweit größten Finanzkonzerns wurde dadurch mit fünf Milliarden Dollar belastet.

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