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JP Morgan rutscht wegen Prozessrisiken überraschend in VerlustzoneDPA-Datum: 2004-07-21 13:42:57

(dpa-AFX) NEW York - Die zweitgrößte US-Bank JP Morgan Chase & Co < JPM.NYS > < CMC.ETR > ist im zweiten Quartal wegen einer um 2,3 Milliarden Dollar erhöhten Vorsorge für Prozessrisiken in die Verlustzone gerutscht. Der Verlust habe 548 Millionen oder 0,27 Dollar je Aktie betragen, teilte das im Dow Jones < Indu.IND > notierte Unternehmen am Mittwoch in New York mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,83 Milliarden Dollar (0,89 Dollar je Aktie) erzielt.

(dpa-AFX) NEW York - Die zweitgrößte US-Bank JP Morgan Chase & Co < JPM.NYS > < CMC.ETR > ist im zweiten Quartal wegen einer um 2,3 Milliarden Dollar erhöhten Vorsorge für Prozessrisiken in die Verlustzone gerutscht. Der Verlust habe 548 Millionen oder 0,27 Dollar je Aktie betragen, teilte das im Dow Jones < Indu.IND > notierte Unternehmen am Mittwoch in New York mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,83 Milliarden Dollar (0,89 Dollar je Aktie) erzielt.

Ohne die Erhöhung der Prozessreserve habe der Gewinn 1,81 Milliarden Dollar oder 0,85 Dollar betragen. Die von First Call befragten Experten hatten hier im Durchschnitt mit einem Gewinn auf 0,83 Dollar je Aktie gerechnet.

"Wir haben uns nach einer intensiven Prüfung für die Erhöhung der Reserven für anstehende Prozesse entschieden", sagte JP Morgan-Chef William B. Harrison.

Neben der 2,3 Milliarden Dollar hohen Reserveaufstockung wurde das Ergebnis im zweiten Quartal noch von 60 Millionen Dollar zusätzlich belastet, die auf die Fusion mit der Bank One < ONE.NYS > < BNW.ETR > zurückzuführen sind.

Durch die Fusion, die zum 1. Juli abgeschlossen wurde, rechnet die Bank jetzt mit einem höheren Einsparungspotenzial als bisher. Harrison geht der aktuellen Einschätzung zufolge von jährlich drei Milliarden Dollar in den kommenden drei Jahren nach zuvor 2,2 Milliarden Dollar aus.

Die gesamten Fusionskosten bezifferte die Bank auf 4,0 Milliarden Dollar, wovon eine Milliarde als zusätzlicher Unternehmenswert für die Bank One in die Bilanz einfließe. Die restlichen 3 Milliarden Dollar würden über die kommenden drei Jahren als Sonderbelastung verbucht. Damit solle ab dem dritten Quartal begonnen werden.

Außerdem kündigte JP Morgan für den weiteren Jahresverlauf zusätzliche fusionsbedingte Sonderkosten in Höhe von 1,5 bis 1,7 Milliarden Dollar vor Steuern an.

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