Judo Olympia
Judoka Baschin in Trostrunde gescheitert

Michaela Baschin hat beim olympischen Judo-Turnier in Peking das Halbfinale verpasst.

Mit ihrem Ausscheiden in der Hoffnungsrunde hat Michaela Baschin den deutschen Judoka einen Fehlstart in das olympische Turnier von Peking beschert. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren blieben die deutschen Extraleichtgewichtlerinnen der 48-kg-Klasse ohne olympisches Edelmetall.

"Ich habe eben die entscheidenden Würfe nicht geschafft. So auszuscheiden, ist sehr bitter. Ich habe mein Ziel nicht erreicht", sagte Michaela Baschin mit Tränen in den Augen. Die 24-Jährige verpasste nach einem klaren Sieg und zwei unglücklichen und zudem umstrittenen Niederlagen das mögliche olympische Edelmetall. Zuvor hatten Julia Matijass (Osnabrück/2004) sowie Anna-Maria Gradante (Remscheid/2000) in der gleichen Kategorie jeweils Bronze gewonnen.

Kritik an Kampfrichtern

"Die Kampfrichter waren Pfeifen. Das hatte Michaela nicht verdient", wetterte der deutsche Teamchef Manfred Birod. Nach Freilos und einem sicheren Sieg über Meriem Moussa (Algerien), musste sich die Schwäbin im Kampf um den Halbfinal-Einzug nur wegen einer Passivitäts-Bestrafung der Ex-Weltmeisterin Yanet Bermoy (Kuba) geschlagen geben. "Die Kubanerin hätte gleich dreimal verwarnt werden müssen", meinte Birod.

Im entscheidenden Kampf der Hoffnungsrunde schließlich sah auch Bundestrainer Norbert Littkopf seinen Schützling gegen die körperlich unterlegene Russin Ludmilla Bogdanowa "auf der Siegerstraße". Dann aber erhielt Bognadowa nach dem eigentlich gescheiterten Versuch eines Fußwurfes in der bereits seit 3:30 Minuten laufenden Verlängerung einen Koka (kleine Wertung) zugesprochen, was Baschins Aus besiegelte und Littkopf auf die Palme brachte. "Das war niemals ein Koka. Das war gar nix. Doppelt schade, wenn man gleich zweimal so verliert."

"Diesmal sollte es nicht sein"

Die von einer Ellenbogen-Verletzung behinderte Baschin ärgerte sich "zusätzlich, weil ich doch die Kubanerin und auch die Russin schon besiegt habe. Diesmal sollte es nicht sein, aber ich kann damit leben. Judo wird weiter eine große Rolle für mich spielen."

Am Sonntag greift im Halbleichtgewicht bis 52kg Vizeeuropameisterin Romy Tarangul (Frankfurt/Oder) in das Geschehen ein. Die 20-Jährige gilt als krasse Außenseiterin. Bei den Männern sind an den drei ersten Wettkampftagen keine deutschen Judoka für das Olympia-Turnier qualifiziert.

© SID

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