Jüdische Gemeinde erschüttert
Brandanschlag gegen Berliner Synagoge

Auf die Synagoge in Berlin-Kreuzberg ist am Sonntagabend ein Brandanschlag verübt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde gegen 21.35 Uhr von einem Nachbargrundstück aus eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit und einer brennenden Lunte in Richtung auf das Gebetshaus geworfen. Der Brandsatz sei "in erheblicher Entfernung zum Gebäude auf dem Rasen" zerschellt, ohne Schaden anzurichten.

WiWo/ap BERLIN. Ein Wachpolizist habe die Flammen ausgetreten, teilte die Polizei mit. Der oder die Täter seien nicht gesehen worden. Die Ermittlungen wurden vom Staatsschutz übernommen.

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin nahm den Anschlag mit Erschütterung zur Kenntnis. Ihr Vorsitzender Alexander Brenner stellte ihn in eine Reihe mit dem Anschlag auf den Jüdischen Friedhof im Bezirk Charlottenburg im März sowie mit den Angriffen auf zwei orthodoxe Juden auf dem Kurfürstendamm und auf zwei Davidsterne tragende Frauen in der U-Bahn im April.

Die Berliner Grünen verurteilten den Vorfall als Anschlag auf das Recht auf freie Religionsausübung und das friedliche Miteinander. Die Landesvorsitzenden Regina Michalik und Till Heyer-Stuffer wiesen zugleich darauf hin, dass noch so umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen nicht alle Gewalttaten verhindern könnten. Schutz biete die Schaffung eines Klimas von Verständnis, Toleranz und gegenseitigem Respekt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%