Jüdische Gemeinde Frankfurt
"Möllemann moralisch disqualifiziert"

Nach seiner eingeschränkten Entschuldigung im Antisemitismus-Streit sieht die Jüdische Gemeinde in Frankfurt am Main den stellvertretenden FDP-Parteichef Jürgen Möllemann "endgültig moralisch disqualifiziert".

dpa FRANKFURT/MAIN. Möllemann zeige sich unbelehrbar und hasserfüllt, erklärte die Jüdische Gemeinde am Freitag. Möllemann werde es mit Sicherheit nicht gelingen, die jüdische Gemeinschaft in Deutschland zu spalten. Die von ihm angestrebte Klassifizierung von Juden in "gute" und "schlechte" - oder ihm genehme oder weniger genehme - Juden "werden wir unter keinen Umständen zulassen". "Personifizierte Ausgrenzung ist ebenso verachtenswert wie kollektive Ausgrenzung."

Möllemann hatte sich am Donnerstag im Antisemitismus-Streit bei "den jüdischen Menschen" für seine Äußerungen entschuldigt. Den stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, hatte er dabei ausdrücklich von der Entschuldigung ausgenommen. Friedman ist auch Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt. Möllemann hatte Friedman erstmals Mitte Mai vorgeworfen, "mit seiner intoleranten, gehässigen Art" mitverantwortlich für Zulauf zum Antisemitismus zu sein.

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