Jülicher Wissenschaftler entwickeln komplette Herstellungstechnologie
Materialforschung: Auf dem Weg zu billigeren Solarzellen

Die Herstellung von Solarzellen ist noch recht teuer. Daher suchen Labors weltweit nach alternativen Techniken, um die Kosten zu senken.

hsn DÜSSELDORF. Jülicher Wissenschaftler haben dabei jetzt eine erste Hürde genommen. Sie haben eine ein Quadratzentimeter große Silizium-Dünnschichtsolarzelle hergestellt, deren Wirkungsgrad stabil bei 11,2 % lag.

Jetzt müssen die Forscher zeigen, dass es ihnen gelingt, die guten Wirkungsgrade ihrer Tandemzellen vom Labormaßstab tatsächlich auf industrielle Größen zu bringen. Um ein Massenprodukt zu werden, müssen die Wirkungsgrade großflächiger Module im Langzeitbetrieb von zurzeit etwa 6 bis 7 % im Labor auf 10 % klettern. Durch die Kombination von neuen Materialien mit ausgefeilter Prozesstechnologie wollen die Forscher auch bei großflächigen Dünnschichtmodulen dem Wirkungsgrad herkömmlicher Solarmodule nahe kommen.

Die Jülicher Wissenschaftler entwickeln dafür eine komplette Prozesstechnologie, mit der großflächige (30 x 30 Quadratzentimeter große) Glassubstrate hergestellt werden können. Die Silizium-Beschichtung funktioniert bereits, Anlagen zur Metalloxid-Beschichtung sowie zum Laserschneiden sollen in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb genommen werden.

Um ihr Ziel zu erreichen, arbeiten die Jülicher mit der RWE Solar GmbH zusammen, die bereits seit Jahren 0,6 Quadratmeter (6 000 Quadratzentimeter) große Dünnschichtmodule auf Basis von amorphem Silizium herstellt. Ein Modul mit der Jülicher Technik mit einer aktiven Fläche von 644 Quadratzentimetern erzielte einen Anfangswirkungsgrad von 10,3 %. Der sei noch ausbaufähig, denn das für das Testmodul benutzte Glassubstrat sei schon beschichtet gewesen. Die Jülicher verwenden stattdessen Zinkoxid.

Quelle: Handelsblatt

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