Jüngster Tarifabschluß verteidigt
ÖTV setzt Bundeskongress mit Aussprache über Geschäftsbericht fort

Dabei sollen unter anderem die Tarifpolitik sowie die Rentenpläne der Bundesregierung im Vordergrund stehen. Ob mit der Debatte über die neue Gewerkschaft Verdi begonnen wird, ist noch nicht abzusehen.

dpa LEIPZIG. Mit der Aussprache über den Geschäftsbericht ist am Montag in Leipzig der 14. ordentliche Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) in Leipzig fortgesetzt worden. Unter anderem sollen dabei die Tarifpolitik sowie die Rentenpläne der Bundesregierung im Vordergrund stehen. Ob im Laufe des Tages mit der Debatte über ver.di, die geplante neue Gewerkschaft im Dienstleistungsbereich, begonnen wird, war am Morgen noch nicht abzusehen.

ÖTV-Chef Herbert Mai hatte am Sonntag den jüngsten Tarifabschluss vom Sommer verteidigt. Trotz mancher Schwachstellen könne sich das Tarifergebnis sehen lassen. Das "Lohndiktat der öffentlichen Arbeitgeber" sei abgewendet worden, sagte er. Einige Delegierte warfen in den vergangenen Monaten und auch auf dem Gewerkschaftstag der ÖTV-Führung vor, gegenüber der rot-grünen Bundesregierung zu nachgiebig zu sein. Am Tarifabschluss wird unter anderem die lange Laufzeit bemängelt. Außerdem wird kritisiert, dass die Angleichung des Ostens an das Westniveau noch nicht erreicht wurde.

Das Ergebnis, auf das sich die Tarifparteien des öffentlichen Dienstes nach der längsten Verhandlungen der vergangenen Jahre im Sommer einigten, sieht Einmalzahlungen und zwei Prozent mehr Geld für 13 Monate sowie auf weitere 2,4 % für 14 Monate vor. Die Osteinkommen werden in Stufen bis 2002 von 86,5 auf 90 % des Westniveaus angehoben. Die Arbeitgeber hatten ürsprünglich einen Tarifabschluss für das laufende Jahr in Höhe der Inflationsrate des Vorjahres im Sinn.

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