Jüngster Wimbledonsieger
Porträt: Von der Höhe des Ruhms in die Tiefen des Lebens

Neben Franz Beckenbauer und Steffi Graf gehört Boris Becker (34) zu den bekanntesten und beliebtesten Sportlern aus Deutschland. Der gebürtige Leimener schrieb mit seinen dreimaligen Wimbledonsiegen Tennisgeschichte - vor allem mit seinem ersten Sieg als 17-Jähriger in Wimbledon. Er siegte damals als Jüngster, als erster Ungesetzter und als erster Deutscher im Herren-Einzel.

dpa MÜNCHEN. Becker kam am 22. November 1967 in Leimen bei Heidelberg zur Welt - als Sohn des Architekten Karl-Heinz Becker und dessen Ehefrau Elvira. Die Entscheidung, 1984 das Heidelberger Helmholtz-Gymnasium nach der Mittleren Reife für eine Karriere als Tennis-Profi zu verlassen, gab seinem Leben eine neue Bahn. Nach immer mehr Erfolgen galt er als Wunderkind des deutschen Sports und verhalf dem Tennissport zu ungeahnter Popularität. Für seine Siege - so gewann er 1989 auch als erster Deutscher die US-Open - wurde er mehrmals zum Sportler des Jahres gekürt.

1993 heiratete Becker seine Verlobte Barbara Feltus. Die beiden bekamen zwei Söhne: zuerst 1994 Noah Gabriel und 1999 - kurz nach Beckers Beendigung seiner Karriere als Tennisprofi - Elias Balthasar. Boris und "Babs" Becker galten als Traumpaar - bis zum Dezember 2000, als Becker die Trennung von seiner Frau bekannt gab. Nach einigem Gerangel um den Unterhalt wurde die Ehe im Januar 2001 vom Amtsgericht München geschieden. Barbara Becker lebt seither mit den Kindern in den USA, ihr Ex-Mann blieb in München und begeistert mit Schauturnieren noch immer seine Fans.

Kurz nach der Scheidung sorgte Becker für neue Schlagzeilen - wegen seiner sehr kurzen Affäre mit dem Fotomodell Angela Ermakowa, aus der das uneheliche Kind Anna hervorging. Dann kam noch die Pleite seiner Firma Sportgate, und auch in der Liebe wollte es nicht mehr so recht klappen: Seine Beziehung zur Künstlerin Sabrina Setlur scheiterte, und auch die letzte Verbindung mit Patrice Farameh ging nach wenigen Monaten im Juli dieses Jahres in die Brüche. Der Münchner Steuer-Strafprozess gilt als Höhepunkt von Beckers Pechsträhne. Unklar ist, ob er im Fall einer Verurteilung als Steuerhinterzieher eigentlich noch Ehrenbürger seiner Geburtsstadt bleiben kann.

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