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Jürgen Hunke: Tausendsassa und Querdenker

Politik, Kultur, Sport - in fast alle Bereiche des Lebens hat der 56-jährige Querdenker Jürgen Hunke, Spitzenkandidat der Statt-Partei, schon einmal seine Nase gesteckt.

DÜSSELDORF. Mit 24 begann er eine Karriere als Versicherungskaufmann und gründete sein eigenes Unternehmen, das er 1999 aus persönlichen Ambitionen heraus wieder verkaufte. Als Präsident und Aufsichtsratsmitglied des HSV war der Fußballfan Ziel ständiger Kritik. Selbst den Hamburger Kammerspielen diente er einmal als Geschäftsführer.

So bunt wie sein Lebenslauf präsentiert sich auch sein Parteiprogramm. Abbau der "überzüchteten" Bürokratie steht für das ehemalige CDU-Mitglied dabei an erster Stelle. Aber auch mehr Arbeits- und Parkplätze sowie serviceorientiertere Behörden, die den Bürgern auch schon mal Kaffee servieren, gelten als zu erreichende Ziele für den wohlhabenden Aussteiger.

Er will ins Parlament. Diese Absicht hat der redefreudige Ex-Geschäftsmann bereits nachdrücklich geäußert. Er baut auf die Rolle seiner Statt-Partei als Mehrheitsbeschaffer für das bürgerliche Lager aus CDU, FDP und - im Falle eines Falles - auch der Schill-Partei.

1993 hatte die Statt-Partei schon einmal als Koalitionspartner der SPD den Einzug ins Rathaus geschafft. 4 Jahre später allerdings mußte sie dann, erstmals mit Hunke an ihrer Spitze, eine Wahlschlappe von 3,7 % hinnehmen.

"Wenn ich etwas wirklich will, dann schaffe ich es auch!", lautet Hunkes Maxime. Ob diesem frommen Wunsch am Wahltag Erfüllung beschieden sein wird, wird man am 23. verfolgen können.

Angela Becher

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