Jugendarbeitslosigkeit
Riesters Zahlenspiele mit Jump

Noch rühmt sich Bundesarbeitsminister Walter Riester, keine "Wahlkampf-ABM" zu machen, wie es die SPD der früheren Regierung unter Helmut Kohl im Wahlkampf 1998 vorgeworfen hatte, doch das ist nur die halbe Wahrheit.

hol/DÜSSELDORF. "Was Rot-Grün bisher an ABM-Maßnahmen zurückgefahren hat, wurde durch andere arbeitsmarktpolitische Instrumente teilweise wieder kompensiert", urteilt Guido Raddatz, Ökonom beim der Stiftung Marktwirtschaft.

So sank die Zahl der ABM-Maßnahmen zwischen Januar und August 2002 zwar um 2300 auf 126400 und erreichte damit einen deutlich niedrigeren Stand als im August 1998. Gleichzeitig wurden jedoch mehr ältere Arbeitslose dazu gebracht, sich als "nicht arbeitsbereit" zu erklären und so aus der Statistik gedrängt. Deren Zahl stieg in den letzten sieben Monaten um 60000 auf 310000.

Neben vielen älteren fallen auch zahlreiche jüngere Arbeitslose aus der Statistik: Im August waren mehr als 80000 Jugendliche im Sofortprogramm Jump geparkt, ein Programm, das erst Rot-Grün aufgelegt hat.

Im Vergleich dazu war das Vorgehen von Riesters Vorgänger Norbert Blüm simpler: Er puschte vor allem ABM und verdoppelte diese Maßnahmen von Januar bis August 1998 auf 262 300.

Quelle:WirtschaftsWoche

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