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Jugendliche glauben an gelbe Enten

Düsseldorf (dpa) - Für viele Jugendlichen in Deutschland ist die Natur zunehmend ein unbekanntes und langweiliges Feld. Nur jeder sechste Schüler interessiere sich für Pflanzen, mehr als jeder zweite könne sich nicht an ein Naturerlebnis erinnern, heißt in der Studie «Jugendreport Natur» der Universität Marburg und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW.

Düsseldorf (dpa) - Für viele Jugendlichen in Deutschland ist die Natur zunehmend ein unbekanntes und langweiliges Feld. Nur jeder sechste Schüler interessiere sich für Pflanzen, mehr als jeder zweite könne sich nicht an ein Naturerlebnis erinnern, heißt in der Studie «Jugendreport Natur» der Universität Marburg und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW.

In der Vorgängerstudie von 1997 hatte noch jeder dritte angegeben, sich für Pflanzen zu interessieren. Die Entfremdung der Jugendlichen von der natürlichen Umwelt spiegele sich auch in ihrem Wissen wieder: So kennen etwa 75 Prozent der 1405 in Nordrhein-Westfalen und Hessen befragten Schüler nicht die wirkliche Farbe von Vanillefrüchten. Jeder neunte Schüler glaube, Enten seien gelb. Vor sieben Jahren habe gerade einmal jeder Vierzehnte diese Auffassung vertreten.

Der Einfluss der Medien sowie fehlende Naturerfahrungen führten dazu, dass Jugendliche die Natur immer weiter verniedlichten, sagte Studienleiter Rainer Brämer. Dieses «Bambi-Syndrom» führe laut Brämer zu einer übertriebenen Naturverehrung. Für die Mehrheit der Befragten sei es daher ein Tabu, Bäume als Rohstoffe und Tiere als Nahrungsmittel anzusehen. «Junge Menschen haben offensichtlich ein unrealistisch rosarotes Bild von der Natur», so der Soziologe Brämer. Nur neun Prozent der Befragten erlebe die Natur auch als gefährlich.

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