Jugendliche überfallen Journalisten im Schlaf
Schwedischer Kameramann von afghanischen Räubern getötet

Bei einem Überfall in Afghanistan ist ein schwedischer Journalist von maskierten Räubern getötet worden.

afp STOCKHOLM. Der Kameramann wurde in der Nacht zum Dienstag in Talokan im Norden des Landes von Banditen erschossen, wie der Fernsehsender TV4 in Stockholm mitteilte. Die vermutlich minderjährigen Täter überfielen ein Haus, in dem neben dem 42-jährigen Ulf Strömberg noch weitere Journalisten übernachteten. Strömberg war bereits der achte Journalist, der seit Beginn der US-Angriffe auf Afghanistan vor sieben Wochen getötet wurde.

Der Augenzeuge und Journalist des schwedischen "Aftonbladet", Bo Liden, berichtete, drei maskierte und mit Kalaschnikows bewaffnete Täter seien am frühen Morgen in das Haus eingedrungen und hätten von den Journalisten 3500 $ Bargeld (rund 7700 DM/ 3800 Euro) sowie ein Satellitentelefon, Computer und Kameras erpresst. Den Stimmen nach seien die Räuber 14 bis 15 Jahre alt gewesen. Als sie Eintritt in Strömbergs Zimmer verlangten und niemand öffnete, hätten sie einen Schuss abgefeuert und seien geflohen. Die Journalisten fanden Strömberg nach Lidens Angaben blutüberströmt. Er sei noch vor dem Eintreffen im Krankenhaus gestorben.

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