Julia Pawlowitsch drohen zwei Jahre Sperre
"Geflohene" Weißrussin wieder im Olympia-Dorf

Die nach drei Tagen wieder aufgetauchte und des Dopings verdächtige Weißrussin Julia Pawlowitsch muss sich am Freitag vor der IOC-Exekutive in Salt Lake City verantworten.

HB/sid SALT LAKE CITY. Ihr drohen der endgültige Ausschluss von den Winterspielen, das Teilnahmeverbot an der Schlussfeier am Sonntag und eine zweijährige Sperre.

Einem neuen Dopingtest braucht sich die 23-Jährige dagegen nicht mehr zu unterziehen: "Das bringt jetzt nichts mehr", sagte Dr. Patrick Schamasch, der Medizinische Direktor des IOC, dem Sport-Informations-Dienst.

Pawlowitsch war am vergangenen Samstag nach ihrem 23. Platz über 500 m Shorttrack zur Dopingkontrolle ausgelost worden. Die Analyse lag am Sonntag vor und wies einen 380-fach überhöhten Nandrolon-Wert auf.

Die Flasche mit dem Urin war ordnungsgemäß versiegelt, nicht jedoch der Verschluss des Transportbehälters. Deshalb wurde die Athletin für Montag zur "Zielkontrolle" bestellt. Noch in der Nacht verschwand sie dann mit ihrem Chef de Mission aus dem Dorf.

Die Weißrussin wäre die erste Dopingsünderin in Salt Lake City, wo seit dem 29. Januar durch das IOC bis Dienstag 1105 Kontrollen durchgeführt wurden.

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