Julias Anwalt hofft auf Rücknahme des Drogenhandel-Vorwurfs
Julia droht lange Haftstrafe in Singapur

Der Anwalt der in Singapur wegen Drogendelikten inhaftieren 22-jährigen Deutschen Julia ist zuversichtlich, weitere gegen seine Mandantin erhobenen Tatvorwürfe ausräumen zu können.

dpa SINGAPUR. Er hoffe, dass die Anklagen zum Drogenhandel fallen gelassen werden, sagte Shubas Anandan am Montag in Singapur. Die nächste Anhörung ist für diesen Donnerstag angesetzt. Neben dem Handel wird Julia und drei Mitangeklagten auch der Besitz und der Konsum von Drogen vorgeworfen.

Ende März hätte das Bezirksgericht bereits den Vorwurf des schweren Drogenhandels zurückgenommen, auf den in Singapur die Todesstrafe steht. Die Entscheidung des Gerichts war von den Eltern der jungen Frau mit Erleichterung aufgenommen worden. Entscheidend dafür waren Labortests der in Julias Umfeld sichergestellten 687 Gramm Cannabis gewesen, die der Analyse zufolge nur 281 Gramm reines Rauschgift enthielten. Erst ab 500 Gramm ist die Todesstrafe durch Erhängen zwingend vorgeschrieben.

"Julia geht es gut. Sie ist zuversichtlich", sagte Anandan am Montag. Er werde versuchen, einen möglichst frühen Prozesstermin für sie zu erreichen. Obwohl ein Richter Ende März einer Freilassung auf Kaution zugestimmt hatte, befindet sich die Deutsche nach wie vor im Frauengefängnis von Singapur. Sie werde häufig von ihren Eltern besucht, sagte der Anwalt. Ihr drohen bis zu 20 Jahren Haft.

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