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Jumptec und Kontron wollen fusionieren

Die beiden am Neuen Markt gelisteten Hersteller von Industrie-Minicomputern Kontron und Jumptec wollen sich zusammenschließen.

rtr ECHING/DEGGENDORF. Die Vorstände und Aufsichtsräte hätten sich darauf geeinigt, teilte Jumptec in der Nacht zum Mittwoch mit. Nach einem vorläufigen Verschmelzungsgutachten entsprächen drei Jumptec-Aktien im Wert in etwa zwei Aktien von Kontron. Zwei Drittel des Firmenwertes der fusionierten Firma entfielen damit auf die im Auswahlindex Nemax 50 notierte Kontron. Für 2002 rechne das Unternehmen mit einem Umsatzzuwachs von 30 bis 40 % auf 350 Mill. bis 400 Mill. ?. Im laufenden Jahr wollen beide zusammen auf 270 Mill. ? kommen.

Die beiden Unternehmen produzieren jeweils miniaturisierte Computer, die in große Maschinen etwa in der Industrie eingebaut werden (Embedded Computer). Die jeweilige Produktpalette und die regionalen Schwerpunkte ergänzten sich jedoch, so dass innerhalb der nächsten zwei Jahre mit Einsparungen von 25 Mill. ? in Forschung, Entwicklung, Vertrieb und Einkauf zu rechnen sei, teilte Jumptec weiter mit. Kontron sitzt in Eching bei München, Jumptec im gut 100 Kilometer entfernten Deggendorf.

Beide Unternehmen sind profitabel, hatten zuletzt aber ihre Umsatzerwartungen für 2001 gesenkt. Jumptec erwartet demzufolge einen Umsatz von 80 bis 85 Mill. ?, Kontron von 170 bis 190 Mill. ?. Kontron-Chef Hannes Niederhauser hatte Ende November gesagt, das Unternehmen wolle einen Beitrag zur Konsolidierung der Branche leisten und spreche mit sechs oder sieben Firmen über eine Fusion.

Die Kontron-Aktie büßte am Dienstag 3,2 % auf 14,50 ? ein, Jumptec gewannen 1,2 % auf 8,69 ?.

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