Junge Frau gesteht vor Gericht Tötung ihres Babys
Nach Geburt erstickt und versteckt

Vor dem Landgericht Stuttgart hat eine junge Frau zugegeben, ihr Kind kurz nach der Geburt getötet zu haben.

wiwo/ap. Die 21-Jährige machte das Geständnis unter Tränen zu Prozessbeginn am Montag. Die Frau aus dem Kreis Ludwigsburg hatte das Kind laut Staatsanwaltschaft in der Nacht zum 14. Oktober 2001 zu Hause zur Welt gebracht, ihm dann Watte in den Mund gestopft und es damit erstickt. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Die junge Frau, die bereits eine knapp zwei Jahre alte Tochter hat, wurde neun Tage nach der Tat festgenommen. Sie hatte die Leiche des Babys auf dem Balkon versteckt und erst Tage später ihrer Mutter davon erzählt, die daraufhin die Polizei verständigte. Die Frau bestritt zunächst, das Kind umgebracht zu haben, und erklärte, es habe bereits nach der Geburt nicht mehr gelebt. Doch eine Obduktion ergab, dass der Junge am Leben und lebensfähig war. Am 23. Oktober wurde die 21-Jährige festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen von einer menschlichen Tragödie und einer schwierigen allgemeinen Lebenssituation aus. Demnach war die Frau nach der Geburt ihrer Tochter noch einmal schwanger und hatte abgetrieben, bevor sie mit dem dritten Kind schwanger wurde. Die Staatsanwältin sagte am Montag, die Angeklagte habe einen Menschen getötet aber nicht ermordet.

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