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Junge gesteht tödliche Schüsse auf Eltern

Ein zwölfjähriger Junge aus Braunschweig hat gestanden, Anfang November seine Eltern nach einem Streit um schlechte Schulnoten erschossen zu haben. Der Gymnasiast hatte sich nach der Tat mit einem Kopfschuss töten wollen. Danach lag er lange Zeit im Koma.

dpa BRAUNSCHWEIG. Ein zwölfjähriger Junge aus Braunschweig hat gestanden, Anfang November seine Eltern nach einem Streit um schlechte Schulnoten erschossen zu haben. Der Gymnasiast hatte sich nach der Tat mit einem Kopfschuss töten wollen. Danach lag er lange Zeit im Koma.

Da er als Zwölfjähriger noch nicht strafmündig ist, kann gegen ihn keine Anklage erhoben werden. "Für die Ermittler ist der Fall damit abgeschlossen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Klaus Ziehe, am Donnerstag in Braunschweig.

Die Tatwaffen, ein Revolver und eine Kleinkaliberpistole, hatte der Junge nach eigener Aussage bereits in den Herbstferien unbemerkt aus dem Waffenschrank seines Vaters genommen. Der 66-jährige Arzt war Jäger. Der Sohn habe die Tat jedoch nicht geplant und niemanden eingeweiht, sagte Ziehe. Der 14-jährige Bruder hatte die Leichen und den schwer verletzten Zwölfjährigen entdeckt.

Behördensprecher Ziehe erläuterte, der zweifach promovierte und habilitierte Vater sei mit den Zensuren seines jüngsten Sohnes unzufrieden gewesen. Der Arbeitsmediziner habe mehrfach gedroht, den Zwölfjährigen in ein Internat zu schicken. Nach dem Streit habe der Junge eigentlich "abhauen" wollen. "Warum er dann doch auf seine Eltern schoss - dafür hatte er keine Erklärung", sagte Ziehe.

Der Zwölfjährige liegt nach wie vor im Krankenhaus. Wo die beiden Brüder in Zukunft leben werden, ist unbekannt.

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