Junge Leute erhalten oftmals nur Taschengeld
Gemeinsames Haushaltskonto steht hoch im Kurs

In den privaten Haushalten herrscht in Geldangelegenheiten viel Vertrauen. Fast jeder zweite Erwachsene in Deutschland (45,9 Prozent) hat mit seinem Partner ein gemeinsames Konto, von dem jeder abheben kann, was er will. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marplan-Instituts in Offenbach hervor.

HB/dpa OFFENBACH. 27,7 Prozent der 2028 Befragten hatten zusätzlich zur gemeinsamen Kasse noch ein persönliches Konto. "Über größere Ausgaben wird zusätzlich entschieden", hieß es von dieser zweitgrößten Gruppe.

Ausschließlich über ein gemeinsames Konto regelten vor allem die Älteren ihre gesamten Ausgaben. Von den Befragten im Alter von 55 bis 64 Jahren waren es 60,6 Prozent und von denen mit mindestens 65 Jahren sogar 62,6 Prozent. Ein persönliches Konto zusätzlich zum Haushaltskonto hatten vor allem jüngere Jahrgänge. Bei den 25- bis 34-Jährigen waren es 38,6 Prozent, bei den 35- bis 44-Jährigen 33,8 Prozent und bei den 45- bis 54-Jährigen 33,1 Prozent.

Die Antwort auf die Frage, ob alle Ausgaben über ein gemeinsames Haushaltskonto gezahlt oder zusätzlich private Konten geführt werden, hängt auch vom Einkommen ab. Das gemeinsame Konto für alle Ausgaben ist vor allem in Haushalten mit geringeren Einkommen vertreten. Bei Haushaltsnetto-Einkommen bis zu 1000 Euro hatten 50,3 Prozent das gemeinsame Konto, und bei Einkommen zwischen 1000 und 1500 Euro sogar 52,3 Prozent. Bei Netto-Einkommen jenseits von 3500 Euro sank der Anteil auf 37,9 Prozent.

Zusätzliche private Konten sind vor allem in Haushalten mit Einkommen jenseits von 2000 Euro beliebt. Bei Netto-Einkommen von 2000 bis 2500 Euro nannten 32,6 Prozent der Befragten ein zusätliches Konto ihr Eigen und bei Einkommen zwischen 2500 und 3500 Euro sogar 36,4 Prozent.

Ein festgelegtes Haushaltsgeld ohne Verfügung über das Konto kommt kaum noch vor. Nur 2,1 Prozent der Befragten stimmten dieser Frage zu - von den Männern waren es 0,6 Prozent und von den Frauen 3,6 Prozent. Bei Netto-Einkommen bis 1000 Euro gaben allerdings 6,9 Prozent der Befragten zu, ausschließlich über ein festes Haushaltsgeld zu verfügen.

Andere Möglichkeiten, den Geldfluss innerhalb eines Haushaltes zu regeln, nehmen vor allem junge Menschen wahr. So erklärten 7,5 Prozent aller Befragten, nur ein Taschengeld zu erhalten, über das Geld auf dem Haushaltskonto verfügten andere. Die weitaus meisten Zustimmungen zu dieser Frage stammten von den 14- bis 24-Jährigen.

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