Junges Publikum auf der IFA
Perspektiven für Kunden von morgen

"Was soll man schon groß erwarten von der Messe? - Viele Geschenke zum Abgreifen!" So wie dieser 16-jährige Berliner denken viele junge Besucher der 44. Internationalen Funkausstellung (IFA). Die Renner in diesem Jahr: ein Handyhersteller verschenkt Mini-Surfbretter, ein Elektronikriese rote Umhängetaschen zum Aufblasen.

HB/dpa BERLIN. Am liebsten wollen die "Kunden von morgen" natürlich spielen: an der Software-Konsole, die endlich im Netz den Wettkampf mit anderen ermöglicht oder im Formel-Eins-Fahrsimulator, der fast so groß ist wie ein echter Rennwagen. Auf- und ab werden die jungen "Rennfahrer" am Simulator durchgeschüttelt, Lichtblitze zucken und der ganze Aufbau vibriert, wenn am Steuer mal wieder ins Kiesbett gebrettert wird.

Junge Besucher sind wichtig für die IFA, nicht nur weil sie oft die Einzigen sind, die sich mit der modernen Technik wirklich auskennen. Bei der vergangenen Messe war jeder fünfte Besucher 20 Jahre alt und jünger. Für sie wartet die Messe in diesem Jahr gleich mit zwei Spezialanbeboten auf: In Halle 1 der "Young Media Park" und in Halle neun die große "Young-Media-Showbühne" sowie rund 3000 Quadratmeter Messefläche für "Jugendaktivitäten". Auch die "IFA- Night" am Freitagabend richtete sich vor allem ans junge Publikum: Anastasia und Oli P. moderierten eine Open-Air-Gala mit Musik von "Superstar" Gracia, Natasha Thomas und P.R. Kantate.

In Halle 1 lässt sich vielleicht mehr gewinnen als nur ein paar Werbegeschenke: Berufsperspektiven will der Arbeitskreis Medienpädagogik aufzeigen. Junge Berliner strömen gleich gruppenweise, aber nicht immer freiwillig in die Halle: Lehrer liefern ihre Klasse ab mit dem Arbeitsauftrag, etwas über Medienberufe herauszufinden. Was ein "Mediengestalter Bild/Ton", ein "Veranstaltungstechniker", ein "Veranstaltungskaufmann" so arbeitet, zeigen bunte Schautafeln und verraten auch die Auszubildenden aus den Berufen, die hier die Messehallen selbst mit ausgebaut haben. Ein ganzes Fernsehstudio ist so entstanden und zwei Lounge-Bereiche mit plüschigen Sesseln und einer Lautsprecheranlage mit dröhnenden Bässen.

Mitgebaut hat daran Tobias Krebs (22), er kommt jetzt ins dritte Lehrjahr als "Fachkraft für Veranstaltungstechnik". Das Gerede von der Medienkrise kann ihn nicht schrecken: "Wenn man sich dafür einsetzt, Arbeit zu finden, wird sich immer was ergeben", sagt er. Man müsse sich allerdings als Veranstaltungstechniker an freiberufliches Arbeiten und "krasse Arbeitszeiten" gewöhnen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%