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Juniper übertrifft Prognosen

Der US-Netzwerkausrüster Juniper Networks hat im abgelaufenen dritten Quartal 2001 zwar weniger verdient als im Vorjahreszeitraum, lag mit seinen Zahlen aber über den Erwartungen der Analysten.

Reuters SUNNYVALE. Ausgenommen Einmalposten sei der Gewinn je Aktie auf zehn Cents gesunken verglichen mit 17 Cents im dritten Quartal 2000, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten zuvor im Durchschnitt mit einem geringeren Gewinn von sieben Cents gerechnet, die Schätzungen lagen zwischen fünf und neun Cents. Das Schlussquartal werde bei Umsatz und Ergebnis wahrscheinlich dem dritten Quartal entsprechen, hieß es ausblickend. Die Juniper-Aktie verzeichnete daraufhin deutliche außerbörsliche Kursgewinne.

Nach den weiteren Angaben erwirtschaftete Juniper im dritten Quartal einen Umsatz von 201,7 Mill. $ nach 201,2 Mill. $ im Vorjahreszeitraum. Die Schätzungen der Finanzexperten lagen niedriger bei im Schnitt 187,92 Mill. $. Juniper-Finanzchef Marcel Gani sagte in einer Telefonkonferenz im Anschluss an die Mitteilung, der Umsatz im vierten Quartal werde wahrscheinlich auf Höhe des dritten Quartals liegen. Beim Ergebnis je Aktie vor Sonderposten erwarte er wie im dritten Quartal zehn Cents. Zu der Anschlagsserie in den USA am 11. September sagte Juniper-Chef Scott Kriens, dies habe offensichtlich viele Industrien wie etwa die Luftverkehrsbranche getroffen, Juniper jedoch nicht. "Wir haben diese Auswirkungen nicht gesehen," merkte er an.

Außerdem kündigte das im kalifornischen Sunnyvale ansässige Unternehmen ein zweijähriges Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 200 Mill. $ an. Juniper gehört zu den führenden Herstellern von Internet-Routern, die den Verkehr im weltweiten Datennetz regeln und ist damit einer der Konkurrenten von Cisco Systems. Für 2002 stellte Juniver einen Umsatz zwischen 900 Mill. $ und einer Milliarde $ in Aussicht. Den voraussichtlichen Gewinn je Aktie schätzte Finanzchef Gani auf 40 bis 45 Cents. Zwar würden die Investitionsausgaben bei den Kunden sinken, aber Informationstechnologie-Infrastruktur werde weniger betroffen sein als andere Bereiche.

Analysten äußerten sich positiv zu den vorgelegten Drittquartalszahlen. "Es scheint ein sehr solides Quartal in einem Umfeld zu sein, in dem noch vorigen Monat jeder dachte, diese Leute werden von der Klippe stürzen," sagte Ilya Grozovsky, Technologie-Analyst bei der SoundView Technology. Die Zahlen entsprächen dem Ausblick von Juniper und das sei offenbar viel besser gewesen als an der Wall Street erwartet worden war.

Die Juniper-Aktie beendete den Handel an der Wall Street am Donnerstag im Vorfeld der Quartalszahlen mit einem deutlichen Plus von 10,93 % bei 16,64 $. Im nachbörlichen Instinet-Handel stieg der Kurs weiter bis auf 20,25 $.

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