Justizminister kündigen Haftverbesserungen an
Gefängnismeuterei in Serbien dauert weiter an

afp BELGRAD. Trotz Zugeständnissen der Justizbehörden haben die Häftlinge in mehreren serbischen Gefängnissen ihre Revolte fortgesetzt. Nach einem Gespräch mit den Meuternden sagten die drei serbischen Justizminister am Mittwoch eine Reform des Straftvollzugs sowie die zügige Verabschiedung eines neuen Amnestiegesetzes zu. Die Häftlingsrevolte müsse jedoch innerhalb von drei Tagen beendet werden, forderten sie nach Berichten des Radiosenders B-92. Die Minister kündigten die Bildung einer Sonderkommission an, die die Situation in allen Gefängnissen des Landes überprüfen solle. Trotz der Zusagen schlossen sich am Mittwoch die Häftlinge einer Jugendstrafanstalt in Valjevo dem Gefangenenaufstand an.

Auch in Padinska Skela bei Belgrad forderten Häftlinge die Überprüfung der Urteile, die unter Ex-Präsident Slobodan Milosevic gefällt worden waren. In Nis starb am Dienstag ein Häftling nach einem Sturz vom Dach, ein Dutzend Gefangene wurden in den anderen Haftanstalten verletzt. Am Sonntagabend hatte die Gefängnismeuterei in Sremska Mitrovica im Norden Serbiens mit etwa 900 Beteiligten ihren Anfang genommen, am Montagabend schlossen sich 600 Häftlinge einer Anstalt in Nis an, am Dienstag folgte die Haftanstalt Zabela.

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