Juve setzt auf Nedved
Real fürchtet nur „Väterchen Forst“

Im Fernduell mit Borussia Dortmund fürchtet Real Madrid nur "Väterchen Frost". "Das Gefährlichste an Lokomotive ist der frostige Platz", warnte die spanische Tageszeitung "Marca" (Montagausgabe) die "Königlichen" vor dem letzten Zwischenrundenspiel in der Champions League gegen Lokomotive Moskau am Dienstag (18.30 Uhr). "Es soll minus acht Grad kalt werden", stellte das Sportblatt "As" erschrocken fest.

HB/dpa HAMBURG. An ein Scheitern in der Champions League denkt bei Real trotz der ungewohnten Bedingungen aber niemand. "Die Möglichkeit eines Ausscheidens will nicht in meinem Kopf", sagte Trainer Vicente del Bosque. Bei einem Sieg in Moskau würde seine Mannschaft in der Gruppe C mit Sicherheit dem Tabellenersten AC Mailand (12 Punkte) in das Viertelfinale einziehen. Bei einem Remis oder einer Niederlage wäre Real Madrid (8) auf die Hilfe der Mailänder gegen Dortmund (7) angewiesen. Soweit wird es aber nicht kommen, glaubt Ronaldo: "Wir gewinnen mit Sicherheit."

Die Madrider müssen allerdings auf den gelbgesperrten Roberto Carlos und den lange verletzten Abwehrchef Fernando Hierro verzichten. Die Moskauer (1) feierten zumindest eine gelungene Generalprobe: Zum Saisonauftakt in der russischen Liga kamen sie zu einem 2:1 bei Uralan Elista.

In der Gruppe D herrscht kaum noch Spannung. Manchester United (13) ist als Gruppen-Erster bereits für die Runde der letzten Acht qualifiziert. Trainer Alex Ferguson erlaubt sich daher, mit einem B- Team bei Deportivo La Coruna (4) anzutreten. Der Schotte schont seine Stars David Beckham, Ruud van Nistelrooy, Paul Scholes, Gary Neville und Fabien Barthez. Zudem sind Roy Keane, Mickael Silvestre und Juan Veron angeschlagen.

Auch der Gruppen-Zweite Juventus Turin (7) ist von La Coruna und den FC Basel kaum noch aufzuhalten. Nur bei einer Niederlage mit mehr als fünf Toren Unterschied würde der Tabellenführer der italienischen Serie A noch ausscheiden. Daran glaubt aber niemand. Die Turiner sind derzeit in bestechender Form. Vor allem der Tscheche Pavel Nedved steht für den Aufschwung von Juve. Von allen Seiten wird er gefeiert. Den verletzten Alessandro del Piero vermisst derzeit kaum jemand. "Nedved läuft noch, wenn er schläft", sagte Trainer Marcello Lippi und lobt Nedved, dass er sich stets in den Dienst der Mannschaft stellt. "Ich bin kein Leader, das sind ganz andere", wehrte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler als Hymnen ab. Viel wichtiger sei für ihn der Gewinn der Champions League.

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