Juventus und Inter als erste Teams im Halbfinale
Italienische Nacht in der Champions League

Juventus Turin und Inter Mailand haben für eine "italienische Nacht" in der Champions League gesorgt und sind als erste Teams in das Meisterliga-Halbfinale eingezogen. "Juve" setzte sich am Dienstagabend mit nur noch neun Feldspielern dank des Siegtreffers von "Edeljoker" Marcelo Zalayeta überraschend mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen den FC Barcelona durch, der im 14. Saisonspiel der Königsklasse seine erste Niederlage kassierte.

HB/dpa BARCELONA/VALENCIA. Inter verlor sein Viertelfinal-Rückspiel zwar 1:2 (1:1) beim FC Valencia, doch den Norditalienern reichte dank der Auswärts-Tore-Regel der knappe 1:0-Vorsprung aus dem ersten Duell zum Weiterkommen.

Juventus trifft in der Vorschlussrunde am 6. und 14. Mai auf den Sieger des Duells Manchester United - Real Madrid (Hinspiel 1:3), Inter am 7./13. Mai auf den AC Mailand oder Ajax Amsterdam (Hinspiel 0:0). Die Gegner werden am (morgigen) Mittwoch ermittelt.

Drei Tage nach der gelungenen Generalprobe in der Primera Division bei Real Madrid (1:1) war der FC Barcelona vor 100 000 Besuchern im ausverkauften Camp-Nou-Stadion zwar spielbestimmend. Die Katalanen, bei denen der Ex-Bayern-Profi Patrick Andersson unerwartet zum ersten Mal in dieser Meisterliga-Saison von Beginn an zum Zuge kam, konnten sich dabei aber nur selten hochkarätige Torchancen herausspielen. Hinzu kam, dass der schwache Referee Graham Poll (England) ihnen bei einem Handspiel von Lilian Thuram einen Elfmeter verweigerte (35.).

Gleich nach Wiederanpfiff schoss Luis Enrique (47.) freistehend am Juve-Tor vorbei. Das rächte sich: Pavel Nedved (52.) sorgte für die überraschende Gäste-Führung. Kurz darauf verhinderte Barcelonas Schlussmann Roberto Bonano gegen den Tschechen die Vorentscheidung (61.), ehe Xavi (66.) "Barca" mit dem 1:1 wieder zurück brachte. Nachdem "Juves" Davids (78.) wegen wiederholtem Foulspiels per Ampelkarte vom Platz gestellt worden war, starteten die Spanier einen allerdings zu ideenlosen Sturmlauf, ehe Zalayeta den entscheidenden Konter für die cleveren Gäste eiskalt ausnutzte.

Noch mehr Rasse und Klasse bot das Match in Valencia, wo 50 000 Fans im Mestalla-Stadion allerdings früh geschockt waren. Nach einem bösen Patzer von Roberto Ayala, der das Leder unter seinem Fuß durchrutschen ließ, lag der spanische Meister nach nur fünf Minuten durch Christian Vieri in Rückstand. Pablo Aimars postwendender Ausgleich (7.) ließ die Hoffnungen der Mannschaft von Trainer Rafael Benitez jedoch wieder steigen. Die äußerst offensiv eingestellten Hausherren spielten sich in der hitzig geführten Begegnung in einen wahren Rausch und erarbeiteten sich eine Reihe von Großchancen, scheiterten aber immer wieder am überragenden Francesco Toldo.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff war dann aber auch der starke italienische Nationalkeeper chancenlos. Ruben Baraja traf per Kopf und freistehend aus Nahdistanz. Nun warfen die Gastgeber alles nach vorne, zollten auf der anderen Seite jedoch dem hohen Tempo Tribut. So rettete sich Inter mit viel Glück und dank Toldo ins Halbfinale.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%